Die Arbeiten sind so gut wie fertig und noch vor Ostern soll das Vorzeigebad seine Pforten öffnen.

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Der markante Bau ist saniert – kurz vor Ostern soll die Schwimmoper öffnen.

Der markante Bau ist saniert – kurz vor Ostern soll die Schwimmoper öffnen.

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Der markante Bau ist saniert – kurz vor Ostern soll die Schwimmoper öffnen.

Wuppertal. Noch vor Ostern soll die sanierte Schwimmoper wieder eröffnet werden, wie der Chef des Wuppertaler Gebäudemanagements, Hans-Uwe Flunkert, im Gespräch mit der WZ erklärte. Zur Eröffnung ist offenbar ein großes Schwimmfest mit viel Prominenz geplant - aber wie die Planung exakt aussieht, das möchte derzeit noch niemand so richtig sagen, die Absprachen scheinen sich etwas schwierig zu gestalten.

Flunkert jedenfalls stellt fest, dass ihm die Baustelle keine schlaflosen Nächte mehr beschert, denn es sind seiner Auskunft nach nur noch kleinere Abschlussarbeiten zu erledigen. Na hoffentlich: Im Mai 2008 ging das Gebäudemanagement noch davon aus, dass das Bad im Spätherbst öffnet, im Juni war schon von einer Übergabe im Dezember an das Bäderamt die Rede - jetzt also Eröffnung kurz vor Ostern.

Das derzeit noch stehende Gerüst soll von der ausführenden Firma abgebaut werden, es gibt jedoch noch Differenzen: Stadt und Firma streiten sich über ein Fenster, das kaputt gegangen ist.

Arbeiten auf dem Vorplatz stocken wegen des Winters

Aufgrund der ungewöhnlich strengen Witterung und des Schneefalls stocken auch die Arbeiten auf dem Vorplatz der Schwimmoper, was jedoch laut Flunkert keinen Einfluss auf die Öffnung der Schwimmoper haben werde. "Ich hätte gerne vier Wochen Zeit, um die neue Technik zu erproben", sagte er und weist darauf hin, dass eine komplett neue Regelungstechnik in Wuppertals Vorzeigebad eingebaut worden ist, und auch die Wasseraufbereitungsanlage ist neu.

Wenn die Schwimmoper nun wie geplant noch vor Ostern eröffnet, dann soll auch die Sauna-Anlage eröffnen, alle Arbeiten sind laut Flunkert im Plan. Geht es nach ihm, dann werden Oberbürgermeister Peter Jung und die Mitglieder des Sportausschusses noch im Februar durch das sanierte Bad geführt und können sich von den Arbeiten ein Bild machen. Die letzte Abnahme der Arbeiten mit dem Bauamt ist ebenfalls für Februar geplant.

"Wir sitzen auf heißen Kohlen und scharren mit den Hufen."

Bernd Bever vom städtischen Betrieb Sport und Bäder

Die Schwimmoper wurde 1957 eröffnet. Architekt Friedrich Hetzelt hatte sich beim Bau am Olympiabad in Berlin orientiert.

Die Schwimmoper wurde im April 2007 geschlossen und wird seitdem saniert.

Wurden die veranschlagten Kosten gehalten? "Ja, klar", antwortet Flunkert. 17 Millionen Euro hatte der Rat für die Sanierung bewilligt und dieses Geld sei auch verbaut worden. Aufgrund eines Steuervorteils, so der Leiter Gebäudemanagements weiter, betrüge die Wertsteigerung des sanierten Gebäudes nun sogar 20 Millionen Euro.

Und was ist nun mit der großen Einweihungsfeier? "Das macht Sport und Bäder, die sind ja auch der Betreiber", sagt Flunkert.

In der Tat: Bernd Bever ist in die Planung involviert, macht aber klar, dass nur das Gebäudemanagement exakt sagen könne und dürfe, wann die Schwimmoper eröffnet. Auch zu dem geplanten Fest möchte er sich noch nicht abschließend äußern: "Das ist jetzt noch ein bisschen früh, alles ist noch in der Planung."

Auch Jürgen Rüttgers soll zur Einweihung kommen

Ein bisschen was sagt er dann doch: Laut Bever ist durchaus daran gedacht worden, mit einem großen Schwimmfest und den dazu gehörigen Wettkämpfen zu feiern. Zudem soll es Musik geben und auch eine Einladung an Ministerpräsident Jürgen Rüttgers steht im Raum. Da bald Landtagswahlen sind, kann man wohl davon ausgehen, dass der Landesvater die Schwimmoper nur zu gerne einweiht. Und natürlich soll auch der Oberbürgermeister mit von der Partie sein.

"Wir sitzen auf heißen Kohlen und scharren mit den Hufen", beschreibt Bever die Stimmung beim städtischen Betrieb Sport und Bäder, macht aber erneut klar, dass bis zur Eröffnung das Gebäudemanagement federführend ist. Er wartet also auch.

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