Wuppertalerin will ihren Führerschein nicht zurück haben.

Unfall Gräfrather Straße
Schreckensbilder aus der Gräfrather Straße: Im September wurden dort elf Menschen verletzt.

Schreckensbilder aus der Gräfrather Straße: Im September wurden dort elf Menschen verletzt.

Fichte, Peter

Schreckensbilder aus der Gräfrather Straße: Im September wurden dort elf Menschen verletzt.

Wuppertal. Nach dem schweren Unfall am 3. September 2012 am Kaiserplatz in Vohwinkel – elf Verletzte, mehr als 15.000 Euro Blechschaden – hat die Staatsanwaltschaft gegen die Unfallfahrerin (80) Anklage wegen fahrlässiger Körperverletzung erhoben.

Bei dem Unfall soll die Frau beim Anfahren statt nach links, nach rechts gegen das Schaufenster einer Apotheke, dann über den Gehweg gefahren sein. Dabei wurden mehrere Passanten, darunter vier Kinder, schwer verletzt. Die Ermittler schließen einen technischen Defekt am Ford Fusion mit Automatikschaltung der Frau aus. Laut Anklage habe die Frau beim Anfahren das Gaspedal zu weit durchgedrückt. Dass sie die Pedale verwechselt hat, lasse sich nicht belegen.

Wie die WZ erfuhr, soll der Unfallwagen mehr als 20.000 Kilometer auf dem Tacho haben. Demnach handelt es sich bei der 80-Jährigen um eine durchaus erfahrene Autofahrerin.

Wie berichtet, hatte die 80-Jährige nach dem Unfall ihren Führerschein abgeben müssen. Mittlerweile habe sie gegenüber der Staatsanwaltschaft angekündigt, auf die Wiedererteilung der Fahrerlaubnis zu verzichten. Die Wuppertalerin – sie und ihr Ehemann (86) erlitten beim Unfall einen Schock – macht von ihrem Schweigerecht Gebrauch und wird anwaltlich vertreten. Über die Zulassung der Anklage hat das Amtsgericht noch nicht entschieden.

Nach dem schweren Unfall hatte die Polizei zu einer Infoveranstaltung geladen, um traumatisierten Ersthelfern und Augenzeugen Hilfe anzubieten.

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