Stadtwerke: Auffahrunfall nach menschlichem Versagen – Bremssystem nicht beeinträchtigt.

Sicherheit steht an erster Stelle: Der Betrieb der Schwebebahn – hier am Alten Markt – lief am Donnerstag reibungslos.
Sicherheit steht an erster Stelle: Der Betrieb der Schwebebahn – hier am Alten Markt – lief am Donnerstag reibungslos.

Sicherheit steht an erster Stelle: Der Betrieb der Schwebebahn – hier am Alten Markt – lief am Donnerstag reibungslos.

Uwe Schinkel

Sicherheit steht an erster Stelle: Der Betrieb der Schwebebahn – hier am Alten Markt – lief am Donnerstag reibungslos.

Wuppertal. Nach dem Zusammenstoß zweier Schwebebahnzüge im Bahnhof Oberbarmen überprüfen die Stadtwerke den Fall – und gehen von menschlichem Versagen aus.

Das erklärte Unternehmenssprecherin Judith Birkenbach am Donnerstag auf WZ-Nachfrage. Ein Zusammenhang mit den laufenden Tests des Schmiersystems auf der Strecke und dadurch möglicherweise verlängerte Bremswege bestehe hier nicht.

Wie berichtet, prüfen die Stadtwerke derzeit die technische Möglichkeit, den Fahrweg im Bereich der Kehren in Vohwinkel und Oberbarmen zu schmieren, damit die Wagen leichter und ohne zusätzlichen Lärm dort wenden. Das teste man nach wie vor aber nur in Vohwinkel und setze man erst dann in Oberbarmen um, wenn das System im Westen einwandfrei funktioniere, sagt Thomas Kaulfuss von den Stadtwerken im Gespräch mit der WZ.

Schmiersystem wird nach wie vor nur in Vohwinkel getestet

Probleme mit einem verlängerten Bremsweg durch den Einsatz von Schmiermittel in Vohwinkel seien in Oberbarmen jedenfalls nicht bekannt, erklärt der WSW-Experte.

Hinzu komme, dass Regen das eingesetzte Schmiermittel wieder vom Fahrweg entferne und es sich so auch nicht weiter auf der Strecke verteilen kann. Mit dem Fahrer des Zugs, der am Mittwochnachmittag im Bahnhof auf den mit Passagieren besetzen Wagen 9 auffuhr, werde man den Vorfall noch aufarbeiten: Von der Kurvenlage beim Wenden an der Wagenhalle in Oberbarmen einmal abgesehen, ist es den Fahrern nach WZ-Information untersagt, in den Bereich einzufahren, solange noch ein Zug im Bahnhof steht.

Nach dem Auffahrunfall Richtung Vohwinkel mussten die Züge auf der Strecke voneinander getrennt werden – unter Einhaltung der Sicherheitsauflagen für das eingesetzte Personal: So kam es am Mittwoch zu einer halbstündigen Unterbrechung des Betriebs bis gegen 16.15 Uhr. Beim Rangieren in den Hallen müssten Wagen immer mal wieder entkoppelt werden, erklärt Kaulfuss. Zu größeren Schäden komme es bei solchen Zusammenstößen aber nicht. Bei einem Problem in Oberbarmen kommt erschwerend hinzu, dass die Wagenhalle noch nicht zur Verfügung steht und bei Pannen auf offener Strecke gearbeitet werden muss.

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