Für den Schwebebahn-Express sind viele Wagen im Einsatz, die WSW überlegen, weitere Busse zu entleihen.

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Heute Morgen um kurz vor sieben Uhr: Der Schwebebahn-Express hält am verschneiten Döppersberg.

Heute Morgen um kurz vor sieben Uhr: Der Schwebebahn-Express hält am verschneiten Döppersberg.

Andreas Fischer

Heute Morgen um kurz vor sieben Uhr: Der Schwebebahn-Express hält am verschneiten Döppersberg.

Wuppertal. Ohne Schwebebahn ins neue Jahr: Das war schon eine bittere Nachricht für die Wuppertaler. Doch ohne Schwebebahn in den Schul- und Berufsstart - diese Situation stellten sich viele erst recht problematisch vor.

Der erste Tag nach den Weihnachtsferien bescherte dem Tal zudem reichlich neuen Schneefall und ließ schon früh morgens die wartenden Fahrgäste am Busbahnhof Döppersberg "ganz in Weiß" auf den Ersatzverkehr warten. Doch die Wagen des Schwebebahn-Express kamen trotz geschlossener Schneedecke problemlos voran, wie die Wuppertaler Stadtwerke (WSW) später bestätigten. "Mit kleineren Störungen", so Sprecherin Judith Birkenbach. Dabei habe es sich vor allem um Verspätungen gehandelt, aber nur geringe, "im Schnitt fünf bis zehn Minuten".

Um Viertel vor sieben wartete auch Berufspendlerin Heike Stöcker auf den Schwebebahn-Express. Sie war wie jeden Morgen aus Cronenberg gekommen, ebenfalls per Bus, und ganz planmäßig. "Doch um diese Zeit ist es ohnehin noch ruhig", sagt sie. Auch der Andrang auf den Schwebebahn-Express hielt sich um kurz vor sieben in Grenzen. Heike Stöcker weiß, wann sich das schlagartig ändert: "Sobald die Schüler einsteigen." Sie sollte recht behalten.

Schon wenig später, gegen 7.15 Uhr, fuhren die Busse des Ersatzverkehrs in beide Richtungen deutlich stärker besetzt über die Talachse.

Richtig voll war es gegen halb acht aber nicht nur im Schwebebahn-Express, sondern auch im Wagen der Linie 631 auf dem Weg zum Schulzentrum-West. Als der Bus dort eintraf und die beschlagenen Türen öffnete, stürmten Dutzende Schüler über die Ehrenhainstraße zum Schulgelände. "Der ist immer voll", sagte einer der Jugendlichen lakonisch zum Busangebot - doch momentan geht es in den Wagen der Linie 631 noch ein bisschen gedrängter zu als sonst: Seit der Stilllegung der Schwebebahn werden die Busse knapp, wie von den WSW zu hören ist.

Die Wuppertaler kennen den Schwebebahn-Ersatzverkehr noch von früheren Umbauphasen, er fährt entlange der Strecke und hält in Nähe der Schwebebahnhaltestellen. Geplant ist, den Ersatzverkehr bis nach den Osterferien einzusetzen.

Der Schwebebahn-Express verkehrt werktags im Fünf-Minuten-Takt.

Die Stadtwerke verfügen über 270 Fahrzeuge, darunter 101 Solo- und 169 Gelenkbusse. Weniger häufig als sonst fahren derzeit die Buslinien 621, 623, 614, 631, und 645.

Für den Ersatzverkehr werden sehr viele Wagen benötigt, das gehe zu Lasten anderer Buslinien, erläutert Judith Birkenbach, zum Beispiel der 631. Die verkehrt morgens normalerweise im zehn-Minuten-Takt zwischen Dasnöckel und dem Vohwinkeler Feld, fährt aber zurzeit nur alle 20 Minuten, weil wegen des Schwebebahn-Express die - normalerweise eingeplanten - Verstärkungsfahrten morgens und nachmittags entfallen. "Das ist ein Problem", sagt Judith Birkenbach, "aber wir arbeiten an einer Lösung." Man habe vor, für die Dauer des Ersatzverkehrs weitere Busse zu leihen. Ob und wie das möglich ist, müsse geprüft werden. Doch Eile scheint geboten: Aus eigenen "Beständen" seien sämtliche Fahrzeuge im Einsatz, so Birkenbach. "Alles was fahrbar ist, ist unterwegs."

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