In bester Stimmung erhielten am heutigen Mittwoch 14 tolle Schulprojekte den von WZ und der Bayer AG vergebenen Schulpreis.

Jubel zum Abschuss: Die Vertreter von 14 Schulprojekten aus der ganzen Stadt freuen sich über ihre Auszeichnungen.
Jubel zum Abschuss: Die Vertreter von 14 Schulprojekten aus der ganzen Stadt freuen sich über ihre Auszeichnungen.

Jubel zum Abschuss: Die Vertreter von 14 Schulprojekten aus der ganzen Stadt freuen sich über ihre Auszeichnungen.

Fischer, A. (f22)

Jubel zum Abschuss: Die Vertreter von 14 Schulprojekten aus der ganzen Stadt freuen sich über ihre Auszeichnungen.

Oberbarmen. „Bring the action“, hallte es aus den Lautsprechern, als sich die Schüler des Carl-Duisberg-Gymnasiums eindrucksvoll bereitmachten, um zu präsentieren, wofür sie geehrt wurden. Denn am heutigen Mittwoch erhielt das CDG-Projekt „Klasse Pause – Sporthelferausbildung“ den ersten Preis beim von der WZ und der Bayer AG vergebenen fünften Wuppertaler Schulpreis „SchülerTal“ – und brachte anschließend tatsächlich reichlich Aktion auf die Bühne.

Dabei sorgte die Schule nicht nur mit dem ersten Preis mächtig für Aufsehen: Auch die Räume in dem neu renovierten Gymnasium überzeugten. WZ-Chefredakteur Martin Vogler zum Beispiel, der die Schule noch als Baustelle kannte, sprach von einem „tollen Ambiente“. Und Uni-Rektor Lambert T. Koch, Schirmherr des Schulpreises, sparte nicht mit Lob: „Die ganze Schule glänzt. Das ist phantastisch“, sagte er.

Fröhliche Gäste in einem schönen Rahmen

Ein schöner Rahmen also, um vor zahlreichen gespannten und erwartungsfrohen Schülern, Lehrern, Eltern und Helfern 14 Wuppertaler Schulprojekte auszuzeichnen, die durch Engagement überzeugten, das über den Lehrplan hinausreicht.

Warum die WZ so etwas macht? „Weil es Spaß macht“, erklärte der WZ-Chefredakteur Martin Vogler. Und das bewahrheitete sich bei der Preisverleihung einmal mehr. Außerdem wolle die WZ damit auch gesellschaftliche Verantwortung übernehmen.

Kompetenzen, die auch in Firmen eingebracht werden

Unternehmenssprecher Dirk Frenzel hob hervor, dass Bayer in diesem Jahr das 150-jährige Bestehen feiert und die Wiege von Bayer in Wuppertal ist. Außerdem sei es toll, wenn die Schüler auch zusätzliche, über das Unterrichts-Wissen hinausgehende Kompetenzen erwerben. Kompetenzen, die die jungen Leute später auch einmal in den Unternehmen der Region und damit vielleicht auch bei Bayer einbringen können.

1. Platz (2000 Euro): Grundschule Thorner Straße für das Projekt "Phantasie ist wichtiger als Wissen", bei dem die Schüler experimentell naturwissenschaftliche Alltagsphänomene erkunden konnten.

2. Platz (1000 Euro): "Literatur bewegt". Den Grunschülern, deren Eltern meist nicht Deutsch als Muttersprache sprechen, wird die Freude an deutscher Literatur vermittelt, indem das Lesen zum Ereignis wird - oft an ungewöhnlichen Orten.

3. Platz (500 Euro): GGS Marienstraße und Markomannenstraße. "Mit uns könnt ihr rechnen!" Lehrer kooperieren mit Lerntherapeuten, um rechtzeitig Rechenschwäche bei den Schülern vorbeugen zu können.

1. Platz (2000 Euro): Carl-Duisberg-Gymnasium: "KlassePause - die Sporthelferausbildung". Speziell geschulte Schüler bieten in der großen Pause Aktivitäten zum Entspannen oder Bewegen an, unter anderem Jonglieren, Waveboardfahren oder Fußball.

2. Platz (1000 Euro): Hauptschule Barmen-Südwest: "Move it - Gesundheitsbotschafter in Bewegung". Ältere Schüler nutzen ihr Ansehen bei den Jüngeren konstruktiv und treten als Gesundheitsbotschafter auf.

3. Platz (500 Euro): Hauptschule Langerfeld: "Wir geben etwas zurück". Hauptschüler wollen der Gesellschaft etwas zurückgeben und packen an ganz verschiedenen Stellen mit an: unter anderem bei der Wuppertaler Tafel, der Bahnhofsmission oder beim Bürgerverein Langerfeld.

3. Platz (500 Euro): Friedrich-Bayer-Realschule: Aufklärungsprojekt zum Fairen Handel. Vom Besuch beim Fair-Händler Gepa bis zur Schokoladenverkostung in der großen Pause gab es viele Aktionen zum Thema.

1. Platz (2000 Euro): Eugen Langen-Schule: Einführung in die Architektur. Zusammen mit vielen Partnern aus der Wirtschaft wurden den Schülern Einblicke verschafft, die sie sonst nicht bekommen hätten.

2. Platz (1000 Euro): Schule an der Kleestraße: "Von der Schulbank zur Werkbank". Mit dem Solinger Unternehmen W.S.T. werden die Schüler schrittweise an die Berufswelt herangeführt. Das schafft Selbstvertrauen und verbessert die Chancen auf dem Arbeitsmarkt.

3. Platz (500 Euro): Astrid-Lindgren-Schule: "L(i)ebenswertes Wuppertal". Die Schüler haben mit der Kamera die Stadt erkundet und deren Menschen interviewt. Herausgekommen ist ein Film, der Wuppertal von seiner besten Seite zeigt.

3. Platz (500 Euro): Förderschule Lentzestraße: Schülerpaten. Ältere Schüler werden angeleitet, Patenschaften für Jüngere zu übernehmen, sie im Unterricht und den Pausen zu begleiten und zu unterstützen.

1. Platz (2000 Euro): Berufskolleg Kohlstraße: "Mathematische und experimentelle Frühförderung". Drei Oberstufenklassen der Kinderpflege führen Kindergartenkinder an verschiedenen Lernstationen zu naturwissenschaftlichen Themen hin. Sogar ein Lehr-Theaterstück gehört zum Programm.

2. Platz (1000 Euro): Berufskolleg Kohlstraße: "Reclam-Projekt". In Kleingruppen haben Schüler Stücke im altmodischen Stil großer Dichter geschrieben - und schließlich in Form eines gelben Reclam-Heftes herausgegeben.

3. Platz (500 Euro): Berufskolleg Elberfeld: Selbstbehauptungstraining. Schule, Betrieb, Privates: Bei vielen Jugendlichen droht der Ausbildungsabbruch wegen Überlastung. Das Training hilft den medizinischen und zahnmedizinischen Auszubildenden, Konflikte besser erkennen und auszutragen.

Nach seiner Laudatio für das Projekt des Carl-Duisberg-Gymnasiums – und schon bevor die Schüler zeigten, womit sie sich in der „Klasse Pause“ beschäftigen – sprach er zudem aus, was die Gäste übereinstimmend ebenso empfanden: „Alle versprühen hier diese positive Energie.“ Genau die prägte diesen Vormittag, an dem der Rektor der Bergischen Universität Einblicke in seine eigene Schulzeit zuließ und verriet, dass er früher auch nicht immer zu den fleißigsten Schüler gehörte – und nach zu langen bis in die tiefe Nacht dauernden nicht schulischen Einsätzen während des Unterrichts auch mal eingenickt ist.

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