Warum eine Schülerin am Mittwoch erst von der Polizei gesucht wurde und dann mit dem Taxi nach Hause fuhr.

Wuppertal. Peinliche Panne beim Ausflug einer Schule aus Wichlinghausen nach Bochum: Nach der Rückkehr in Wuppertal fiel auf, dass eine Schülerin fehlte. Offenbar wurde die 13-Jährige mehr oder weniger vergessen. Und das nicht irgendwo in Wuppertal, sondern in Bochum-Dahlhausen.

Dort hatten insgesamt zehn Schüler und drei Erwachsene im Zuge der Sportwerbewoche den Vormittag mit Kanufahren auf der Ruhr verbracht. Gegen Ende des Ausflugs soll jene 13-Jährige angekündigt haben, nicht mit nach Wuppertal zurück zu fahren. Natürlich wurde das nicht erlaubt. Das Mädchen soll stattdessen - wie seine anderen Mitschüler auch - zum Umziehen geschickt worden sein.

Danach wurden die Schüler auf die drei Autos verteilt. Offenbar bemerkte niemand, dass die 13-Jährige in keinem der Wagen saß. Das Mädchen meldete sich schließlich per Handy - das hatte es sich von einem Passanten in Bochum geliehen - beim Vater.

Der schaltete postwendend die Bundespolizei ein. Die brachte die 13-Jährige nach Hattingen, setzte sie dort in ein Taxi nach Wuppertal. Dort kam die Schülerin am späten Nachmittag unversehrt an.

Wie die WZ erfuhr, waren zwei Lehrer und ein Handwerker mit den Kindern am Morgen nach Bochum gefahren. Die 13-Jährige saß auf der Hinfahrt offenbar nicht bei einem der Lehrer im Auto. Warum sich diese beiden vor der Abfahrt nicht vergewisserten, dass auch die 13-Jährige an Bord ist, konnte die Schulleitung am Mittwoch nicht erklären: "Das darf in dieser Form natürlich nicht passieren", hieß es auf WZ-Nachfrage. Der erboste Vater kündigte jedenfalls an, einen Rechtsanwalt einzuschalten.

Schule will Konsequenzen aus dem Vorfall ziehen

Die Schulleitung zeigte am Mittwoch Verständnis für die Aufregung. Man werde den Fall schulintern klären und Konsequenzen ziehen. Die Taxirechnung - mehr als 42 Euro - übernahm der Vater. Ob die Schule ihm den Betrag ersetzt, blieb offen.

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