In einem Ferienkurs des zdi-Zentrums Best tüftelten die Jugendlichen an einem Adapter.

In einem Ferienkurs des zdi-Zentrums Best tüftelten die Jugendlichen an einem Adapter.
Jan (12) und Lukas (12) zeigten stolz ihre Adapter.

Jan (12) und Lukas (12) zeigten stolz ihre Adapter.

Stefan Fries

Jan (12) und Lukas (12) zeigten stolz ihre Adapter.

Elberfeld. Seinen eigenen Fahrrad-Ladeadapter entwickeln – das klingt kompliziert und anspruchsvoll, ist aber den Teilnehmern des Ferienkurses des zdi-Zentrum Best (Bergisches Schul-Technikum) erfolgreich gelungen. „Bau’ deinen eigenen Fahrrad-Ladeadapter für dein Smartphone“ heißt der Kurs zum Thema Elektrotechnik. Ziel des kostenfreien Angebots war es, einen umweltfreundlichen und klimaneutralen Fahrrad-Ladeadapter für das eigene Smartphone herzustellen, um sich den Strom selber zu erradeln.

Hintergrund der Kurse ist die Mint-Förderung

Eine Woche hatten die Teilnehmer für die Umsetzung des Projekts Zeit. Am Freitag wurde das fertige Produkt auf der Nordbahntrasse getestet – mit Erfolg. Bei der Probefahrt zeigten sich Teilnehmer und Betreuer gleichermaßen begeistert. Und so zog Marco Hausmann, Ausbildungsleiter bei Gebrüder Becker, das Partner des Kurses ist, eine zufriedene Bilanz: „Es war eine spannende Woche. Alles hat funktioniert, und alle sind glücklich.“ Das war den Jugendlichen anzusehen. Lukas und Jan sowie Philip, Felix und Marc strahlten, als sie das fertige und funktionierende Produkt vorführten. Sie waren sich einig, dass sie noch einmal an einem Kurs des zdi-Zentrums teilnehmen würden, sofern sich für sie die Möglichkeit ergibt. Was hat ihnen am meisten Spaß gemacht? Das Löten und die Möglichkeit, den Adapter nach eigenen Vorstellungen zu kreieren, lautete auch hier die einhellige Meinung. Marc lobte zudem die Studierenden und Auszubildenden: „Sie haben sich sehr viel Mühe gegeben und alles verständlich erklärt.“

Hintergrund dieser Kurse ist die Mint-Förderung, also die Förderung in den Fächern Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik. Die frühe Auseinandersetzung mit diesen Berufsfeldern und Studiengängen über den Schulunterricht hinaus sei von großer Bedeutung, hob Petra aus dem Siepen, Marketing- und Projektmanagerin, stellvertretend für das Bergische Schul-Technikum hervor. Sie beschreibt die Kurse als einen Mix aus Theorie und Praxis, bei dem man keine Vorkenntnisse benötigt. Jeder Schüler aus der 8. bis 13. Klasse kann kostenlos teilnehmen und in „lockerer Atmosphäre“ im Bereich Technik und Naturwissenschaften etwas dazu lernen. Pro Halbjahr finden 30 Kurse statt, und im gesamten Jahr nehmen um die 850 Schülerinnen und Schüler teil. Ab Ende August kann man das neue Kursprogramm einsehen.

Getragen wird das Projekt von der Bergischen Universität. Vom Ministerium für Kultur und Wissenschaft NRW sowie von der Regionaldirektion Nordrhein-Westfalen und der Bundesagentur für Arbeit wird es finanziell gefördert.

Mehr Informationen zum Kursangebot gibt es im Netz.

zdi-best.de.

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