Rund 80 Studenten prämierten beim Publikumspreis die jungen Autoren.

wza_1500x1344_613558.jpeg
Siegerin: Anna Schwarz beim Vorlesen.

Siegerin: Anna Schwarz beim Vorlesen.

Andreas Fischer

Siegerin: Anna Schwarz beim Vorlesen.

Wuppertal. Im Schreibwettbewerb "Student 2.0” waren Hobby-Autoren von der Bergischen Universität Wuppertal nach einem erfolgreichen Start 2008 in der zweiten Runde aufgefordert, literarische Einblicke zu gewähren. "Gesucht wurden Kurzgeschichten, die den Einfluss des Internets und der elektronischen Medien auf das studentische Leben aufgreifen”, brachte Organisator Christian Klein beim Preisverleihungsabend im AStA die Themenvorgabe auf den Punkt. Vorab hatte die Jury, zu der neben Schriftsteller Michael Zeller und den Literaturwissenschaftlern Sandra Heinen, Matías Martínez und Christian Klein auch Martina Thöne von der WZ gehörte, einen Preis vergeben.

Gleich zwei Kandidaten wurden für ihre englischsprachigen Texte ausgezeichnet, nämlich Esther Altmeyer und Alekos Xanthopoulos.

Am Mittwochabend im AStA ging es überaus demokratisch darum, den Publikumspreis zu bestimmen. Etwa 80 Studierende hatten versammelt, um Oliver Fahlenbach, Anna Schwarz und Benjamin Witte, die drei hatten sich per Juryentscheid quasi für die Endrunde qualifiziert, und ihren Beiträgen zu lauschen.

Verregnete Wuppertaler Tage und utopischer Studentenalltag

Einen typischen verregneten Tag im Leben zweier Sicherheitstechnik Studierender beschrieb der hörbar nervöse Oliver Fahlenbach. "Wuppertal ist das, was Du daraus machst”. Danach trat Anna Schwarz ans Rednerpult. "Haben Sie eine knitterfreie Version meines Textes?”, fragte sie Christian Klein, der ein entsprechendes Exemplar, "sogar eineinhalbzeilig” für die Jungautorin, die mit stürmischem Beifall begrüßt wurde, bereit hielt. Dass sie "ein bisschen aufgeregt” ist, hätte die Studentin nicht extra zu erwähnen brauchen sie hetzte durch ihren ironisch-heiteren Text, mit dem sie übrigens später das Rennen für sich entschied, als müsse sie einen Rekord brechen. Kaum war der letzte Satz, "ich bin im Park, glückliche Pärchen vergiften”, verklungen, trat auch schon der leicht kränkelnde Benjamin Witte mit seinem Beitrag "Hirnberg 29” an, in dem er die Zukunft des Studentenalltags utopisch präsentierte. Jeder Beitrag fand seine Fans, zwischendurch spielte eine Band namens Sofa so etwas wie Indie-Musik und am Ende standen Anna Schwarz, Benjamin Witte und Oliver Fahlenbach als Erst-, Zweit- und Drittplatzierte fest.

Leserkommentare


() Registrierte Nutzer