Die Busse standen mehr als zwei Stunden, es gab 24 Unfälle. Heute wird ab 3.30 Uhr gestreut - es droht Glatteis.

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Am 15.2. schneite es im Tal.

Am 15.2. schneite es im Tal.

Daniela Ullrich

Am 15.2. schneite es im Tal.

Das Schneetreiben am Donnerstagmorgen hatte wie immer zwei Seiten. Die eine war aus dem eigenen Fenster oder beim Blick in die sozialen Netzwerke zu sehen, wo zahlreiche Wuppertaler die weiße Pracht festhielten und teilten. Schön, das ist die eine Seite. Verkehrsprobleme, das sind die andere.

Die Wuppertaler Stadtwerke mussten ab 7 Uhr morgens für mehr als zwei Stunden den Busverkehr komplett einstellen. „Bis dahin hatten sich die Meldungen über liegengebliebene Busse gehäuft. Wir mussten die Reißleine ziehen“, sagte WSW-Sprecher Holger Stephan. Die Probleme habe es nicht nur auf den Höhen gegeben, sondern auch im Tal, auf den Haupt- wie Nebenstraßen.

Ab 9.15 Uhr sei der Busverkehr wieder aufgenommen worden – erst einmal mit Verspätungen. Die seien bis zum Mittag nach und nach abgebaut worden. Gegen 13 Uhr sagte Stephan, dass alle Busse wieder planmäßig fahren.

Die Schwebebahn konnte übrigens ohne Einschränkungen fahren. Vor dem regulären Betrieb ist der sogenannte Schneezug gefahren, der ohne Insassen die Strecke abfährt, um den Schnee vom Gerüst zu schütteln.

Die Polizei hat ab morgens in Wuppertal 24 wetterbedingte Unfälle gezählt – quer in der Stadt verteilt. In Sonnborn hätten zwar ein paar Lkw gestanden, zu größeren Staus sei es aber nicht gekommen, so eine Sprecherin der Behörde. Ansonsten habe der Verkehr an den Unfällen vorbeifahren können. Personenschäden habe es in Wuppertal nicht gegeben – nur Blechschäden.

Der Winterdienst des Eigenbetriebs Straßenreinigung Wuppertal (ESW) sei ab 3.30 Uhr zu Höhen- und Brückenkotrolle draußen gewesen. „Ab 5.30 Uhr waren dann alle 45 kleinen und großen Streufahrzeugen im Einsatz“, so Julia Deppe, Sprecherin des ESW. Auch die Handkolonnen von ESW, AWG und Stadt waren allesamt in der Stadt unterwegs, um zu streuen und Wege frei zu machen. Bis zum Mittag hatte sich die Lage beruhigt, berichtete Deppe.

Am Freitag geht es aber gleich weiter. „Wir rechnen für den Morgen mit Glatteis. Unsere Streufahrzeuge sind ab 3.30 Uhr im Einsatz.“

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