Schon jetzt befürchtet die Stadt mit Blick auf die Winterschäden das Schlimmste. Erstmals trifft es auch etliche Wege für Fußgänger.

Marode: Auch auf der Hans-Böckler-Straße ist von der Fahrbahn nicht mehr viel zu sehen.
Marode: Auch auf der Hans-Böckler-Straße ist von der Fahrbahn nicht mehr viel zu sehen.

Marode: Auch auf der Hans-Böckler-Straße ist von der Fahrbahn nicht mehr viel zu sehen.

Andreas Fischer

Marode: Auch auf der Hans-Böckler-Straße ist von der Fahrbahn nicht mehr viel zu sehen.

Wuppertal. Noch ist kein Ende des Winters in Sicht - und schon jetzt lässt ein Blick auf etliche Straßen und Gehwege im Stadtgebiet Schlimmstes befürchten, was Schäden durch Frost betrifft. "Richtig überschauen lässt sich die Lage aber erst im Frühjahr", erklärt Stadtsprecherin Kathrin Petersen auf WZ-Nachfrage.

Gehwegplatten am Werth beschädigt und abgesperrt

Auffällig sei, dass man es in diesem Jahr mit besonders vielen beschädigten Gehwegen zu tun habe - wie zum Beispiel in der Fußgängerzone am Werth in Barmen. Dort haben Schnee und Eis gleich ganze Gehwegplatten angehoben und verschoben.

Abgesehen von gefährlichen Stolperkanten gibt es auch etliche Platten, die danach unter dem Gewicht von Lieferwagen zerbrochen sind und nach dem Winter ausgetauscht werden müssen.

Auf den Straßen der Stadt Wuppertal sieht es nicht viel besser aus: Selbst die B 7 zwischen dem Alten Markt und dem Döppersberg steht bereits auf der immer länger werdenden Liste mit Straßen, die zur Reparatur anstehen.

Erst einmal wird - wo es geht - notdürftig mit Kalt-Asphalt geflickt. Große Probleme gibt es nach Angaben der Stadt bereits auf der Uellendahler Straße, auf der Hans-Böckler-Straße sowie am Jacobsberg in Cronenberg und auf der Winklerstraße in Barmen.

Schon jetzt seien die Reparaturtrupps im Dauereinsatz, um der Lage Herr zu werden. Ob und wann welche Straßen von Grund auf erneuert werden können, steht derzeit nicht fest. So ist es nur eine Frage der Zeit, bis weitere Straßen mit Tempo-30-Schildern und Warntafeln versehen werden, damit es nicht zu Unfällen kommt.

Schäden auch auf immer mehr Treppen

Wie berichtet, hat die Stadt Wuppertal auf WZ-Nachfrage im vergangenen Jahr ihren Sanierungsstau allein auf den Straßen auf satte 112 Millionen Euro beziffert.

Diese Summe dürfte sich nach dem Winter 2009/2010 noch drastisch erhöhen, zumal immer häufiger auch die vielen Treppen und Stützmauern im Stadtgebiet in Mitleidenschaft gezogen werden.

Auch hier rächt sich, dass der Stadt schon seit Jahren die Hände gebunden sind, was eine vorausschauende Instandhaltung ihrer Verkehrswege betrifft: Groß eingegriffen wird in der Regel nur noch, wenn es gar nicht mehr anders geht.

Zur Schlaglochpiste wird in zunehmendem Maße aber auch die Dauerbaustelle A 46 - an Fahrbahnübergängen ebenso wie auf vermeintlich freier Strecke wie in Wichlinghausen. Und: In der kommenden Woche wird wieder Frost erwartet.

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