Lukas Mundas, Philippine Pachl und Stefan Leibold lassen das Wunschkonzert wieder aufleben.

Lukas Mundas, Philippine Pachl und Stefan Leibold lassen das Wunschkonzert wieder aufleben.
Vorbereitung aufs Wunschkonzert im (Sommer)-Loch: der Pianist Stefan Leibold (l.), die Schauspielerin Philippine Pachl und ihr Kollege Lukas Mundas.

Vorbereitung aufs Wunschkonzert im (Sommer)-Loch: der Pianist Stefan Leibold (l.), die Schauspielerin Philippine Pachl und ihr Kollege Lukas Mundas.

Claudia Kempf

Vorbereitung aufs Wunschkonzert im (Sommer)-Loch: der Pianist Stefan Leibold (l.), die Schauspielerin Philippine Pachl und ihr Kollege Lukas Mundas.

Wuppertal. „Wir sind im Prinzip wie eine Jukebox – die Leute wünschen sich ein Lied, und aus uns kommt es heraus“, sagt Lukas Mundas. Der 26-jährige Schauspieler lässt mit seiner Kollegin Philippine Pachl und dem Pianisten Stefan Leibold das Wunschkonzert aus versunken geglaubten Tagen wieder aufleben: Am 28. Januar treten die drei um 20 Uhr im (Sommer)-Loch, Bergstr. 50, auf.

Doch ganz so einfach wie mit einer Jukebox läuft es mit den Schauspielern dann doch nicht. Man kann sich nicht einfach sein Allzeit-Lieblingslied wünschen, es muss auch zum vorgegebenen Thema passen. Das hieß beim Konzert Anfang Dezember „Lieder der Nacht“ und lautet diesmal „Zurück ins Teenageralter“. Dazu hätten die Künstler noch gern die Geschichte, warum gerade dieses Lied eine besondere Bedeutung hat.

„Durch die Mischung entsteht automatisch ein bunter Abend“

Ganz unterschiedlich waren die Assoziationen zu den Liedern der Nacht: „Da gab es Geschichten von Liebe und Tod, von Party und Krankheit, über Angst und das Wachbleiben beim nächtlichen Autofahren“, sagt Lukas Mundas. „Durch diese Mischung entsteht relativ automatisch ein bunter Abend.“

Der Kontakt zu den (Sommer)-Loch-Machern, die vor allem ein junges kunstinteressiertes Publikum ansprechen, kam rein zufällig zustande – so ergaben sich kurzfristig die Auftritts-Termine an der Bergstraße. Die Wunschkonzerte sprechen jedoch keineswegs nur ganz junge Zuschauer an, die vorzugsweise die aktuellen Techno- und Hip-Hop-Beats einreichen.

Die Liste der Interpreten reichte bei der ersten Veranstaltung von Elvis Presley bis Andreas Bourani, von Rainald Grebe bis Gloria Gaynor, von John Lennon über Wonderwall bis Patty Smith: „Wir sind oft erstaunt, was da alles kommt. Wir kennen auch längst nicht alles.“

Pachl und Mundas schauen dann, wie sie die Lied-Wünsche musikalisch umsetzen: „Wir können schon singen“, sagt der Schauspieler, „aber es gibt sicher Leute, die das besser können als wir.“ Und weil das Spektrum vom französischen Chanson bis zum Uffz-Uffz-Uffz-Rhythmus reicht, „suchen wir immer nach der besten Möglichkeit, das auf die Bühne zu bringen – in der musikalischen Gestaltung nehmen wir uns alle Freiheiten.“

Hier setzen sie auch schauspielerisch an – „ein Technobeat verändert ja die ganze Körperhaltung“. Pianist Stefan Leibold sei auch für alle Faxen zu haben. Die Geschichten zum Hintergrund der Liedauswahl werden dagegen nicht gespielt, sondern schlicht verlesen.

Eigentlich etabliert sich das Wunschkonzert gerade, dennoch ist der Donnerstag nächster Woche der letzte Termin – vorerst: „Das (Sommer)-Loch ist ja immer nur für begrenzte Zeit aktiv, die Veranstalter haben nur bis Ende Januar Termine gemacht“, sagt Mundas. Falls es doch länger läuft, würden sie mit ihren Wundertüten-Konzerten liebend gern weitermachen.

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