Wie es beim Regionalligisten weitergeht, ist völlig offen. Der Protest der Fans hält unterdessen an.

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Der WSV ist im Zugzwang, immer öfter bleiben die Zuschauer aus. Hier das das Speil gegen den SC Verl im Stadion am Zoo.

Der WSV ist im Zugzwang, immer öfter bleiben die Zuschauer aus. Hier das das Speil gegen den SC Verl im Stadion am Zoo.

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Der WSV ist im Zugzwang, immer öfter bleiben die Zuschauer aus. Hier das das Speil gegen den SC Verl im Stadion am Zoo.

Wuppertal. In der Diskussion um die Zukunft des WSV geht Friedhelm Runge in die Offensive: Er hat sich grundsätzlich dazu bereit erklärt, über seinen Rücktritt als Präsident des Fußball-Regionalligisten Wuppertaler SV nachzudenken. In einem Brief an die WZ-Redaktion verknüpft er diese Ankündigung allerdings mit einer Reihe von Bedingungen und Forderungen gegenüber seinen Kritikern, die sich in den vergangenen Tagen als Unterzeichner einer Online-Petition formiert hatten. Weit über 200 Unterzeichner haben namentlich Runges Rücktritt gefordert.

Friedhelm Runge erklärt in dem Schreiben an die WZ erneut seine Bereitschaft, mit seinen Kritikern Gespräche über eine mögliche Nachfolge zu führen. Außerdem bietet er an, zwei Jahre mit der Firma Emka Sponsor zu bleiben, „um gewisse Finanzlücken, die zurzeit vielleicht noch nicht bekannt sind“, abzudecken. Als grundlegende Bedingung will Friedhelm Runge aber wissen, wie sich die Gruppe zusammensetzt, die den WSV im Falle seines Rücktritts weiterführen will.

Runge: Emka bleibt zwei Jahre als Sponsor erhalten

Dazu stellt Runge folgende Fragen: „Welche Leute gehören dem Vorstand an? Welche Leute gehören dem Verwaltungsrat an? Wie ist die Finanzstruktur gesichert? Ist ein Fortbestand des WSV gesichert?

Runge: Mahnendes Beispiel vor zwei Jahren

Sobald ihm diese Angaben vorliegen würden, werde er sich mit dem Vorstand und dem Verwaltungsrat beraten, wie der Verein übergeben werden könne. Finanzvorstand Lothar Stücker stehe ebenfalls als Ansprechpartner bereit. Runge weist darauf hin, dass er sich seit mehr als vier Jahren bemühe, eine Lösung für den WSV „nach der Zeit Runge“ zu finden. Runge weiter: „Die erste Aktion vor zwei Jahren, als sich ein Wirtschaftsrat und ein Freundeskreis zusammengefunden hatten, um den WSV zu übernehmen, ist nach zehn, zwölf Monaten schief gegangen. Ich musste eine fast siebenstellige Bürgschaft hinterlegen, damit der WSV überhaupt für das Spieljahr 2011/2012 noch die Lizenz erhalten hat. So etwas darf sich nicht wiederholen.“

WSV-Anhänger fürchten um den Verbleib in der Regionalliga

Den aktuellen Fan-Protest gegen den WSV-Präsidenten Runge hatte dessen Ankündigung ausgelöst, den WSV eventuell in der kommenden Saison aus wirtschaftlichen Gründen aus der Regionalliga zurückzuziehen. Vor einigen Tagen hatte Runge angekündigt, dass er den Lizenzantrag stellen werde. Er behalte sich aber vor, den Antrag möglicherweise noch Ende Mai wieder zurückzunehmen. Zudem hatte er den Spielern freigestellt, den Verein in der Winterpause zu verlassen, was unter den Fans Unverständnis ausgelöst hatte.

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