In der Reihe „Park des Monats“ gibt es am Sonntag einiges in der Umgebung der Villa Waldfrieden zu entdecken.

In der Reihe „Park des Monats“ gibt es am Sonntag einiges in der Umgebung der Villa Waldfrieden zu entdecken.
Eine alte Postkarte zeigt die Gastronomie auf der Kaiser-Friedrich-Höhe.

Eine alte Postkarte zeigt die Gastronomie auf der Kaiser-Friedrich-Höhe.

Antonia Dinnebier führt am Sonntag rund um den Skulpturenpark.

Sammlung Dinnebier, Bild 1 von 2

Eine alte Postkarte zeigt die Gastronomie auf der Kaiser-Friedrich-Höhe.

Ein Blick in den Skulpturenpark darf natürlich nicht fehlen. Aber nur von außen, über den Zaun. Denn schließlich heißt es in der Reihe „Park des Monats“ am kommenden Sonntag „Den Skulpturenpark Waldfrieden umrunden“. Antonia Dinnebier vom Förderverein Historische Parkanlagen zeigt dann, was es rund um Tony Craggs Anlage auf den Unterbarmer Höhenlagen zu sehen gibt. „Da gibt es vieles zu entdecken“, verspricht sie.

Auch für Dinnebier war dabei einiges Neuland. „Das ist ja gerade das, was Spaß macht“, erklärt Dinnebier. Die Kaiser-Friedrich-Höhe dürfte zum Beispiel vielen Wuppertalern kaum noch etwas sagen. Wie viele einst geplante Grünanlagen ist sie längst in Wald aufgegangen und eigentlich nur noch südlich des Unterbarmer Friedhofs zu erahnen. Ein Denkmal erinnert dort an den verdienten Bürger Otto Jäger, der Ende des 19. Jahrhunderts die Kaiser-Friedrich-Höhe gestaltet hatte. Wege waren angelegt, Bäume gepflanzt worden. Heute steht nur noch der Sockel des Denkmals. Die Büste des Geehrten ging im Laufe der Jahre verloren.

Jäger war eigentlich Mitglied im Barmer Verschönerungsverein, gehörte aber auch dem Komitee zur Verschönerung der Unterbarmer Anlagen an. Die Barmer Anlagen hatten damals nämlich schon für Aufsehen gesorgt. „Und die Unterbarmer wollten zeigen: Das, was die können, können wir auch“, erzählt Dinnebier.

Früher gab es mal einen Festplatz auf der Kaiser-Friedrich-Höhe

Geblieben ist aber nicht mehr viel. Schon damals, weiß Dinnebier, habe es Diskussionen gegeben. Sorgt man für freie Ausblicke oder lässt man die Bäume wachsen? Durchgesetzt haben sich, so erscheint es heute, diejenigen, die für das Wachsen plädiert haben. Hier und da ist der Blick zwischen den Bäumen aber doch frei und zeigt, welch „grüne Großstadt“ Wuppertal eigentlich ist. So ragt in der Ferne zum Beispiel der Elisenturm aus dem Grün.

Geschichte ist längst der alte Festplatz auf der Kaiser-Friedrich-Höhe, wo früher regelmäßig Veranstaltungen stattfanden und eine Gastronomie Gäste einlud. Heute hat dort das Forstamt einen Sitz. Andere Gebäude aus damaliger Zeit werden mittlerweile als Wohnhäuser genutzt.

Ziel am Sonntag ist auch die Bundeshöhe mit Bistro

Ein Stück weiter liegt „Holzrichters Wiese“, wo anno dazumal Sport getrieben wurde, ehe die Vereine ins – ebenfalls längst verschwundene – Barmer Stadion auf Lichtscheid umzogen. Auf „Holzrichters Wiese“ werden heutzutage übrigens Baumstämme gelagert.

Ziel am Sonntag ist auch der Unterbarmer Friedhof. Eine riesige Anlage, die an vielen Stellen mehr einem Park mit morbidem Charme gleicht. Gräber sind dort kaum noch zu sehen. Dafür sind die Wege als Spazierstrecke beliebt. Weitere Stationen sind außerdem noch die Bundeshöhe mit dem Schwebebahn-Bistro des CVJM und die Siedlung Dausendbusch.

Es sei einfach die Landschaft, die diesen Rundgang attraktiv mache, erklärt Dinnebier. „Man geht ein paar Meter – und kann schon schön über die Stadt schauen.“

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