Trotz großer Sicherheitsdebatte soll der Zug in nahezu unveränderter Weise durch die Stadt ziehen. 16 Wagen werden erwartet.

Trotz nicht alluzu guter Wetteraussichten hofft Wuppertal wieder auf viele Besucher beim Rosensonnta
Trotz nicht alluzu guter Wetteraussichten hofft Wuppertal wieder auf viele Besucher beim Rosensonntagszug.

Trotz nicht alluzu guter Wetteraussichten hofft Wuppertal wieder auf viele Besucher beim Rosensonntagszug.

Fischer, Andreas (f22)

Trotz nicht alluzu guter Wetteraussichten hofft Wuppertal wieder auf viele Besucher beim Rosensonntagszug.

Wuppertal. Allerorten ist von einer Karnevalssession im Schatten der Sicherheitslage die Rede. In Köln und Düsseldorf etwa begleiten Polizisten mit Maschinenpistolen das närrische Treiben. In Wuppertal bleibt am Rosensonntagszug aber weitestgehend alles beim Alten.

Pünktlich um 13.30 Uhr startet der Zug wieder am Hofkamp und zieht dann über den Kreisel am Neuenteich zur Haspeler Brücke und ab dort über die Talachse vorbei am Alten Markt bis zur Berliner Straße/Brändströmstraße, wo der Zug sich wieder auflöst. Dort soll der Zug nach sieben Kilometern Strecke zwischen 16.30 und 17 Uhr ankommen.

Etwa acht Fuß- und Musikgruppen und 12 bis 16 Wagen sollen mitziehen. „Das lässt sich noch nicht ganz genau sage, weil manche Karnevalsgesellschaften mit zwei Wagen oder einem Beiwagen an den Start gehen“, sagt Armin Loose vom Carneval Comitee Wuppertal. Der Wagen seiner Gesellschaft, der Ka. Ge. Colmar, wird etwa 12 Meter lang sein und ist damit einer der größten. Er ist als reiner Elferratswagen gestaltet, es wird beim Zug auch Mottowagen geben. „Die sind aber für alle eine Überraschung“, so Loose.

Polizei richtet eine gemeinsame Befehlsstelle mit Ordnungsamt ein

Und doch muss auch an die Sicherheit gedacht werden. „Wir werden an einigen Stellen Zufahrtsstraßen mit Müllfahrzeugen der ESW sperren“, sagt Carsten Vorsich, Abteilungsleiter des Ordnungsamtes. Wo genau die mit je einem Mitarbeiter bemannten Fahrzeuge stehen, soll aus Sicherheitsgründen nicht verraten werden. Die Sperren sollen verhindern, dass ein LKW – wie es im Dezember auf einem Berliner Weihnachtsmarkt geschehen ist – in die Menschenmenge rast.

Das Sicherheitskonzept ist schon lange fertig. Bei der Polizei ist eine gemeinsame Befehlsstelle aller Institutionen eingerichtet. Die Karnevalisten auf den Wagen sind alle über Funk mit den Sicherheitskräften verbunden. Sollte etwas passieren, kann der Zug sofort gestoppt und die Zuschauer aus dem Gefahrenbereich gebracht werden.

Armin Loose vom CCW weist darauf hin, dass erst ab dem Kreisel am Neuenteich Kamelle geworfen werden, nicht schon im Aufstellbereich. Süßigkeiten-Liebhaber sollten dem Zug erst ab dort zujubeln.

Die Polizei sperrt die Kreuzungen des Zugwegs relativ flexibel. Nur wenn der Zug passiert sind diese (abgesehen von den durch Müllwagen blockierten) dicht. Die Talachse ist länger dicht und sollte großräumig umfahren werden.

Ein Hindernis für den Karnevalszug könnte das Wetter noch werden: Bislang ist für den Morgen Regen angesagt. Der Nachmittag soll zumindest trocken bleiben. „Bei strahlendem Sonnenschein würden wir mit 100 000 Zuschauern rechnen, nach jetziger Voraussicht mit vielleicht 80 000“, mutmaßt Loose. Sollte es in Strömen regnen, kämen vielleicht noch 50 000. „So leicht lassen sich die Wuppertaler nicht vom Karneval abhalten.“

Loose mahnt, dass jeder sich noch einmal daran erinnern sollte, dass der Spaß der Kinder beim Karnevalszug im Vordergrund steht. „Die Kamelle sind in erster Linie für die Kinder gedacht. Wir sehen es von den Wagen aus leider immer öfter, dass Erwachsene die Kleinen förmlich wegschubsen, um an die Süßigkeiten zu kommen.“ Ansonsten freut er sich sehr auf den Zug. „Es gibt ja auch keinen Grund, es nicht zu tun!“, sagt Loose.

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