Die Unfallkommission spricht sich angesichts von Schleuderunfällen für eine fest installierte Kontrolle rund um die Uhr aus.

Zwei der 23 im Keller des Barmer Rathauses eingelagerten Starenkästen könnten demnächst reaktiviert werden. (Archiv
Zwei der 23 im Keller des Barmer Rathauses eingelagerten Starenkästen könnten demnächst reaktiviert werden. (Archiv

Zwei der 23 im Keller des Barmer Rathauses eingelagerten Starenkästen könnten demnächst reaktiviert werden. (Archiv

Andreas Fischer

Zwei der 23 im Keller des Barmer Rathauses eingelagerten Starenkästen könnten demnächst reaktiviert werden. (Archiv

Wuppertal. Die Diskussion um Geschwindigkeitskontrollen an der Ronsdorfer Straße nimmt wieder Fahrt auf: Stadt und Unfallkommission sprechen sich nach bisherigen Erfahrungen beim Einsatz der Radarwagen dort für die Montage fest installierter Blitzer aus.

Im Abschnitt zwischen der Kronprinzenallee und der Alten Ronsdorfer Straße werde zwar mobil gemessen, "jedoch sind die Aufstellflächen der Messfahrzeuge für alle Fahrzeugführer so einsehbar, dass die mit der Tempoüberwachung angestrebte Geschwindigkeitsdämpfung nicht erreicht wird." So heißt es im Bericht der Kommission vom 21.April dieses Jahres: "Laut Unfall-Lage (Schleuderunfälle) würde die Unfallkommission an dieser Stelle wieder eine stationäre Mess-Stelle befürworten."

Politik will ein "sauberes Verfahren"
und noch genauere Berichte

Dem Verkehrsausschuss liegt außerdem eine Sonderauswertung des Polizeipräsidiums vor. Sie listet alle Unfälle auf, die es vom 14.November 2006 bis zum 31. Januar 2010 auf der Ronsdorfer Straße gegeben hat: Verzeichnet sind 42 Verkehrsunfälle, von denen sich die Hälfte bei Nässe oder Glätte ereignet hat, gut 52Prozent bei Dämmerung oder Dunkelheit. Der Gesamtschaden wird auf 485000 Euro beziffert.

Geht es nach der Politik, sind die einst abgebauten Starenkästen von der Ronsdorfer Straße aber auch weiterhin weit entfernt: Von der Fachverwaltung wird jetzt eine detaillierte Beschlussvorlage erwartet, über die letzten Endes der Stadtrat zu entscheiden hätte: Nach wie vor steht dessen Grundsatz-Beschluss zum Abbau aller Straßenkästen - abgesehen von fest installierten Anlagen, die an Schulen, Kindergärten und an Pflege-Einrichtungen blitzen.

"Wir wollen ein sauberes Verfahren", sagt der Ausschussvorsitzende Andreas Weigel (CDU) auf WZ-Nachfrage. Auch sehe man noch Unstimmigkeiten im Bericht der Polizei - und es sei nach wie vor nicht nachgewiesen, dass man es in diesem Abschnitt der Ronsdorfer Straße mit einem Unfallschwerpunkt zu tun habe.

Aus Sicht der Befürworter fest installierter Blitzer stünden die beiden reaktivierten Starenkästen an der Ronsdorfer Straße für eine umfassende Überwachung einer potenziellen Rennstrecke, und das rund um die Uhr.

An der L 74 hat sich dieser Schritt bereits vor einigen Jahren bewährt - nach einer seinerzeit äußerst kontrovers geführten Diskussion und auch hier im Zeichen des Ratsbeschlusses zum Abbau der festen Blitzer.

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