Die Einrichtung auf dem Campus Freudenberg ist die erste ihrer Art im Land NRW.

Viola Sinkwitz, Lisa-Marie Schwab, Isabel Rees, Nour Al-Hussainawi und Jennifer Engels (von links) tasten sich im neuen Roberta-Zentrum an einige Roboter heran.
Viola Sinkwitz, Lisa-Marie Schwab, Isabel Rees, Nour Al-Hussainawi und Jennifer Engels (von links) tasten sich im neuen Roberta-Zentrum an einige Roboter heran.

Viola Sinkwitz, Lisa-Marie Schwab, Isabel Rees, Nour Al-Hussainawi und Jennifer Engels (von links) tasten sich im neuen Roberta-Zentrum an einige Roboter heran.

Bergische Universität

Viola Sinkwitz, Lisa-Marie Schwab, Isabel Rees, Nour Al-Hussainawi und Jennifer Engels (von links) tasten sich im neuen Roberta-Zentrum an einige Roboter heran.

Wuppertal. Junge Mädchen benutzen Handys und surfen mit dem Computer im Internet. Wirklich technikbegeistert sind aber eher die jungen Männer. Das zeigt sich besonders bei der Berufswahl: Studiengänge der Ingenieurwissenschaften wählen vor allem männliche Studenten. Um dies zu ändern, hat die Nordrhein-Westfälische Initiative "Zukunft durch Innovation" (zdi) am Dienstag das erste "zdi-RobertaZentrum" an der Bergischen Universität eröffnet, das sich speziell an Mädchen wendet. Etwa 100 Schülerinnen aus Solingen und von der Gesamtschule Langerfeld waren dabei, als Uni-Rektor Lambert T. Koch und Ralph Angermund vom NRW-Forschungsministerium das neue Projekt vorstellten.

Mädchen können ihre eigenen Roboter bauen und programmieren

Die Wuppertaler Universität ist dabei einmal mehr Vorreiter: Das "zdi-RobertaZentrum" ist das erste von insgesamt 25 Zentren, die in NRW entstehen sollen. Wie erfolgreich solche Projekte sein können, zeigt das im April 2008 gegründete "zdi-Zentrum Best", das Bergische Schul-Technikum. In bisher 28 Kursen wurden dabei bergische Unternehmen und Schüler zusammen gebracht. Die Schüler sollen für die Firmen neue Produkte entwickeln: "Die Kurse sind sehr praxisnah. Nach dem Auftrag geht es schnell ans Experimentieren", erklärt Projektleiter Jörg Bröscher.

Auch im neuen "RobertaZentrum" soll es praxisnah zugehen. Die vom Fraunhofer-Institut entwickelten Roberta-Boxen erhalten Bausätze für den Roboterbau. Danach sollen die Schüler die fertigen Roboter so programmieren, dass sie verschiedene Aufgaben bewältigen können.

Das Ziel des Projektes ist klar: Junge Mädchen für Technik begeistern und so die Quote der weiblichen Studentinnen in naturwissenschaftlich-technischen Fächern erhöhen. Wenn Frauen einmal in die Materie eingedrungen sind, stehlen sie den männlichen Kollegen oft die Show: "Wir erleben täglich, dass die Studentinnen wesentlich zielstrebiger studieren", sagt Bernd Tibken, Dekan des Fachbereichs Elektrotechnik an der Bergischen Uni.

Bei Schülerinnen wie Viola Sinkwitz rennen die Verantwortlichen dabei offene Türen ein: Sie hat in der Schule bereits ein Technik-Fach gewählt und präsentierte am Dienstag ihr Roboterwissen. "Ich habe schon früher mit meinem Vater am Auto gebastelt und mit Modellbaukästen gespielt", erklärt die 16-Jährige. Doch längst nicht alle Mädchen sind so offen. Die 17-jährige Nadine muss vom Projekt noch überzeugt werden: "Roboter interessieren mich überhaupt nicht."

Das "zdi-RobertaZentrum" an der Bergischen Universität ist das erste von insgesamt 25 Zentren, die in Nordrhein-Westfalen entstehen sollen.

Der Kurs an der Uni ist bereits komplett ausgebucht. Junge Mädchen ab 10 Jahre, die einen der begehrten Plätze in zukünftigen Kursen ergattern wollen, sollten sich an die Bergische Universität wenden.

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