"Jedem Stadtteil sein Bad", lautete vor 40 Jahren die Devise im Bäderamt. Im Rat hatten zwei Parteien das Sagen, die sich nach dem Prinzip "meine Tante, deine Tante" ihre Wuppertaler Welt zusammen schusterten. Und so sieht sie bis heute aus, denn in den folgenden Jahrzehnten fehlte nicht nur am Döppersberg der Schwung, Mut und Wille für ein städtisches Gesamtkonzept.

Nun ist Sparen das Gebot der Stunde, und die Sparvorschläge wirken auf viele Wuppertaler wie Rettungsringe aus Blei. Da ist sicherlich die stille Freude groß, dass es Einrichtungen in der Stadt wie das Hallenbad Röttgen gibt, die sich allen Sparzwängen entziehen. Wetten, dass nach dem ersten Theaterdonner noch weitere Beispiele der wundersamen "Nichteinsparbarkeit" folgen?

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