Donnerstag werden zum Jubiläum 25 Jahre Wuppertal Institut Wissenschaftler im Klima-Quartier begrüßt. Der Stadtteil lädt zum „Restaurant Day Special“.

Morgen werden zum Jubiläum 25 Jahre Wuppertal Institut Wissenschaftler im Klima-Quartier begrüßt. Der Stadtteil lädt zum „Restaurant Day Special“.
Andreas Komotzki macht mit beim Restaurant Day.

Andreas Komotzki macht mit beim Restaurant Day.

Andreas Fischer

Andreas Komotzki macht mit beim Restaurant Day.

Wuppertal. Forschen und dann gemütlich essen gehen. Für den ersten Teil ist das Wuppertal Institut zuständig, für den zweiten sind es die Bewohner des Arrenbergs. Am Donnerstag lädt das Wuppertal Institut rund 800 internationale Wissenschaftler zu einem Besuch des Elberfelder Stadtteils ein.

Die Stadtteilerkundung ist Teil einer Veranstaltungswoche, die bereits am 5. September begann. Anlass ist das 25-jährige Bestehen des Instituts, das sich in den letzten Jahren intensiv mit dem Wandel in der Stadt Wuppertal beschäftigt hat.

Drei Routen zu konkreten
Veränderungen am Arrenberg

Ab 15 Uhr können die Forscher auf drei Routen die konkreten Veränderungen auf dem Arrenberg kennenlernen. Sie können die alten Elba-Hallen besuchen, die zum beliebten Ort für Kunst wurden, oder das „Energienetzwerk“ Villa Media, das inzwischen klimaneutral betrieben wird.

Am Abend kümmert sich die Initiative „Aufbruch am Arrenberg“ um einen Imbiss. Der „Restaurant Day Special“ bietet Speisen und Getränke für alle Besucher von 18 bis 21 Uhr an. Die Angebote verteilen sich auf 24 Standorte zwischen Arrenberger Straße und Gutenbergplatz, Alter Papierfabrik und.

Weltweit findet der „Restaurant Day“ viermal im Jahr statt. Erfunden wurde das Konzept des „Restaurants für einen Tag“ 2011 in Finnland.

Julia Dronka lernte den ersten lokalen „Restaurant Day“ kennen, als sie letztes Jahr auf den Arrenberg zog. Im Mai 2015 gab es hier das erste gemeinsame Programm von Gastronomen und Privatleuten. Der 32-Jährigen gefiel das: „Das ist eine tolle Möglichkeit, hier Leute kennenzulernen.“

Beim „Restaurant Day Special“ gehört sie jetzt mit zu den Anbietern. An der Güterstraße 14 tischt sie zusammen mit drei Freundinnen „Arrenberg-Wraps“ auf. Die Teigrollen verkauft das Team mit Füllungen von Chili con carne bis vegetarisch. Tische und Stühle im Innenhof von Nr. 14 laden zum Verweilen ein. „Das alles alleine zu machen, ist ein bisschen heftig“, sagt Dronka. Zu viert, stellt sie sich vor, könne es aber ein „richtig nettes Event“ werden.

Dronka ist gespannt, wie viele Gäste kommen. „Wir kaufen für 100 Personen Zutaten ein“, berichtet sie. Ums Geldverdienen geht es der Biologin, die zurzeit in Düsseldorf promoviert, eh nicht. Wahrscheinlich stelle sie ein Sparschwein zugunsten von „Aufbruch am Arrenberg“ auf.

Jeder Anbieter entscheide selbstständig, ob er einen Festpreis oder eine Spende verlange, sagt Iris Panknin. Die Sängerin hat für Donnerstag nicht nur das begleitende Kulturprogramm organisiert, sondern ist an dem Tag auch selbst aktiv. Bevor ihre Band Panknin Brothers auf dem Proviel-Gelände in der Milchstraße auftritt, wird sie dort Selbstgekochtes anbieten.

Kulinarisches kostenlos
oder zum kleinen Preis

Kunst und Imbiss kombiniert der Fotograf Andreas Komotzki. In seinem Atelier an der Moritzstraße wird nachmittags der Schriftsteller Joachim Harms Gedichte vortragen. Die Texte antworten auf die Fotoserie „Slow Day“, deren Bilder an der Atelierwand hängen. Es sind Aufnahmen, die beim Blick aus dem Fenster entstanden. „Das Motiv finde ich sozusagen vor der Haustür - und daraus mache ich Kunst“, erklärt Komotzki.

Als kulinarische Spezialität bietet Komotzki an seinem „Stand“ frische kalte Suppen an - je nach Geschmack herzhaft gewürzt oder süß. „Das ist jetzt kein allzu großer Aufwand.“ Deshalb seien seine Suppen am Donnerstag auch gratis zu haben.

Wie Julia Dronka nimmt auch der Fotograf zum ersten Mal an einem „Restaurant Day“ teil. Für ihn ist die Aktion ein Teil einer positiven Entwicklung im ganzen Stadtviertel. Die nachbarschaftlichen Beziehungen im Quartier hätten sich bereits spürbar verbessert. „Die Lebensqualität im Viertel hat sich so für mich deutlich erhöht“, meint Komotzki.

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