Politiker sehen S 28 als notwendig an.

Wuppertal. Beim Thema Regiobahn herrschte im Verkehrsausschuss Einigkeit: Es müsse auch von Wuppertaler Seite alles daran gesetzt werden, den Ausbau der Schienenverbindung endlich in die Tat umzusetzen. Dafür setze sich der Ausschuss schon seit Jahren ein, betonte dessen Vorsitzender Andreas Weigel (CDU) – auch mit Blick auf die große wirtschaftliche Bedeutung der Linie zwischen dem Kreis Mettmann und dem Großraum Düsseldorf bis nach Neuss und Kaarst.

Politischer Druck für Lückenschluss bis Wuppertal

Wie berichtet, gibt es längst handfeste Pläne, die Regiobahn S 28 bis nach Wuppertal sowie über Viersen bis nach Venlo zu verlängern: Der Anschluss bis zum Hauptbahnhof wird mit Baukosten von gut 36 Millionen Euro und mit jährlichen Betriebskosten von etwa zwei Millionen Euro beziffert. Ein Problem liegt darin, dass Wuppertal als Kommune mit Nothaushalt derzeit außerstande ist, ein Fünftel dieser Summe zu tragen – so dass das Projekt auf Eis liegt, obwohl seit 2009 eine Baugenehmigung vorliegt. Der Kreis Mettmann macht unterdessen Druck und regte, wie berichtet, neue Gespräche an, um das Projekt voranzubringen. Die Baugenehmigung für die Erweiterung der Regiobahn gilt bis zum Jahr 2019.

Angeregt wurde im Ausschuss eine gemeinsame Resolution für den Ausbau der Regiobahn. Sie verbucht seit Jahren steigende Passagierzahlen: 2010 wurden bereits 21 600 Fahrgäste am Tag gezählt, und sie wäre auch für viele Wuppertaler eine Alternative zum Dauerstau auf der A 46 und den umliegenden Autobahnen.

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