Die Arbeiten werden vorerst eingestellt – es geht ums Geld. Offen ist, wann sie fortgesetzt und beendet werden.

Trist und schmutzig: So sieht es im Tunnel des Barmer Bahnhof aus. Wann der zweite Bauabschnitt folgt, ist derzeit offen.
Trist und schmutzig: So sieht es im Tunnel des Barmer Bahnhof aus. Wann der zweite Bauabschnitt folgt, ist derzeit offen.

Trist und schmutzig: So sieht es im Tunnel des Barmer Bahnhof aus. Wann der zweite Bauabschnitt folgt, ist derzeit offen.

Uwe Schinkel

Trist und schmutzig: So sieht es im Tunnel des Barmer Bahnhof aus. Wann der zweite Bauabschnitt folgt, ist derzeit offen.

Wuppertal. Wer derzeit den Barmer Bahnhof betritt - und das tun bis zu 10000 Menschen pro Tag -, der versteht die Welt nicht mehr: Kaum hat die Bahn damit begonnen, die Wasserschäden im Tunnel zu beseitigen und Decken und Wände mit Dichtmaterial zu füllen, hört sie auch schon wieder auf. Gestern packten Arbeiter ihre Sachen zusammen, räumten Bauzäune weg - und verabschiedeten sich. Vielleicht komme man ja im März zurück, hieß es. Falls dann wieder genug Geld vorhanden ist, die Sanierungsarbeiten fortzusetzen.

Erster Bauabschnitt erledigt -
der zweite steht in den Sternen

So bleibt das Ambiente vorerst eines, das vor allem von der Kraft des Wassers zeugt: abgeplatzte Fliesen, alles andere als saubere Gänge und Decken. Wie berichtet, dringt schon seit Monaten Feuchtigkeit von den Gleisen aus in den darunter liegenden Tunnel ein. Um die Anlage auf Dauer abzudichten und die Unterführung selbst wieder auf Vordermann zu bringen, sind nach WZ-Informationen zwei Bauabschnitte für insgesamt gut 200000 Euro nötig.

Während der erste Bauabschnitt so gut wie erledigt ist, stehen nun offenkundig erst einmal Gespräche zwischen der Bahn und der beauftragten Firma an, bei der die Finanzierung der zweiten Sanierungsrunde Thema ist. Die Bahnkunden stehen derweil vor Löchern in der Decke und der Frage, ob und wie es weiter geht. Eine offizielle Stellungnahme der Bahn gab es gestern dazu noch nicht. Tatsache ist allerdings, dass im Tunnel auch einige Fliesen entfernt werden mussten, die locker waren und abzufallen drohten.

Bewegung und Pläne nach
dem Verkauf des Barmer Bahnhofs

Viel Arbeit gibt es unterdessen auch in den Teilen des Bahnhofs, die der Wiener Opernstar Kurt Rydl erworben hat, um ein Restaurant aus der Taufe zu heben: Östlich des Bahnhofs sind die Bäume gefällt, es entstehen Parkplätze. Das Häuschen an den Gleisen wird vielleicht zu einem Blumenhandel umgewandelt. Der Notar-Termin mit der Besitzerin der alten Tankstelle steht unmittelbar bevor. Dann gibt es dort ebenso wie direkt westlich des Gebäudes neue Parkplätze.

Eingefriedet ist jetzt auch der Bereich unmittelbar vor dem Haus, an den man von den Gleisen kommt. Das verringert die Graffiti-Gefahr und macht den Weg für die anstehenden Maler-Arbeiten frei. Das Berufskolleg am Kothen arbeitet daran, die Werbeflächen im Eingangsbereich zu gestalten. Und wenn alles glatt geht, läuft nach jahrelangem und nur kurz unterbrochenem Stillstand auch die große Uhr über dem Haupteingang bald wieder.

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