Das große Lauffest wird zu einer Hitzeschlacht. Teilnehmerrekord bei hochsommerlichen Temperaturen.

Schwebebahnlauf
Läufer, soweit das Auge reicht, sind beim Schwebebahnlauf auf der Talsohle unterwegs. Allein für den Firmenlauf wurden 3800 Meldungen abgegeben.

Läufer, soweit das Auge reicht, sind beim Schwebebahnlauf auf der Talsohle unterwegs. Allein für den Firmenlauf wurden 3800 Meldungen abgegeben.

Durchschnaufen war auch bei diesem Langläufer nach zehn harten Kilometern angesagt. Schon zur Mittagszeit brannte die Sonne vom wolkenlosen Himmel.

Lotta Ulbricht (re.) und Benedikt Kronenberg haben beim Bambini-Lauf die Nase vorn und steuern locker das Ziel an.

Uwe Schinkel, Bild 1 von 3

Läufer, soweit das Auge reicht, sind beim Schwebebahnlauf auf der Talsohle unterwegs. Allein für den Firmenlauf wurden 3800 Meldungen abgegeben.

Wuppertal. Das waren ganz heiße Rennen, die sich über 4600 Läufer am Sonntag beim Schwebebahnlauf lieferten. Temperaturen von bis zu 30 Grad im Schatten – und den gab es zum Leidwesen der Läufer auf großen Teilen der Strecke nicht – verwandelten das Läuferfest in eine Hitzeschlacht. Aufatmen bei den Organisatoren: Nur wenige Teilnehmer mussten unterwegs wegen Kreislaufproblemen behandelt werden. „Doch auch die waren schnell wieder auf den Beinen“, beruhigte Heino Müller von den Johannitern.

Ein Bandwurm der Läufer zieht über die B 7

Höhepunkt des Tages war der Firmenlauf über 5 Kilometer, zu dem Oberbürgermeister Peter Jung den Startschuss abgab. Er schickte fast 4000 Läufer auf die Reise, die wenig später wie ein Bandwurm die B 7 bevölkerten. Dem Verlauf der Schwebebahn zu folgen, das scheint den Wuppertalern im Blut zu liegen. Doch im Renntempo haben es bisher die wenigsten zu Fuß getan, was den besonderen Reiz zur Teilnahme ausmachte. Auf der Flachstrecke wiederholte Sascha Velten seinen Vorjahressieg. Das Motto „Hart, härter, Cronenberger“ trug er auf seinem Trikot. Corinna Mertens lag bei den Frauen vorne.

"Das ist ein neuer Teilnehmerrekord"

Silvia Kramarz vom veranstaltenden Schwebebahnlauf e.V.

Schon beim Vorwerk-Lauf über zwei Runden und zehn Kilometer hatte die Sonne eingeheizt. Fast zeitgleich wurde der Bambini-Lauf (400 Meter) gestartet, bei dem Lotta Ulbricht allen Mädchen und Jungs im Feld die Hacken zeigte. Vor einer Woche hatte sie beim Treppenlauf die Nase vorne, obwohl sie nicht trainiert und auch keinem Verein angehört. „Die ist einfach wild“, freute sich ihre Mutter Ulrike.

David Koll und Sascha Velten wiederholen ihre Vorjahressiege

Vorjahressieger David Koll (LG Wuppertal), der auch beim Zoo-Berglauf die schnellste Zeit erzielte, gewann beim Vorwerk-Lauf über zehn Kilometer souverän. Selbst Koll hatte mit der Hitze zu kämpfen und hätte sich unterwegs fast übergeben müssen. Dafür litt er ein wenig kürzer als seine Mitläufer. „Schade, ich wäre gerne unter 35 Minuten gelaufen“, meinte Koll, der gleich nach seinem Zieleinlauf die Organisatoren darum bat, für noch mehr Getränke und Abkühlung auf der Strecke zu sorgen. Eine Bitte, die Silvia Kramarz (1. Vorsitzende) und Rainer Wegener (2. Vorsitzender) vom veranstaltenden Verein Schwebebahnlauf mit Hilfe der Feuerwehr schnell in die Tat umsetzten. Erwin Rohde und seine Männer funktionierten am Wendepunkt in Höhe des Wicküler Parks einen Schlauch in eine Sprühnebel-Dusche um, die den Läufern ein wenig Abkühlung verschaffte.

Die rund 200 Helfer im Team von Silvia Kramarz taten alles, um den Schwebebahnlauf als Nachfolger des Bergischen Firmenlaufs zu einem Erfolg werden zu lassen. „Das ist auf alle Fälle ein Teilnehmerrekord“, freute sich Kramarz.

Mädchen: 1. Lotta Ulbricht; 2. Celine Menne; 3. Katharina Mokstadt. Jungen: 1. Benedikt Kronenberg; 2. Julius Eichmann; 3. Konstantin Brening.

Jungen: 1. Marvin Jesinghaus; 2. Julien Gerdowski; 3. Ben Baggen. Mädchen: 1. Lina Baumgärtel; 2. Pia-Sophie Remmel; 3. Hannah Räder

1. Benjamin Nestvogel (17:33); 2. Sebastian Mathys (18:24); 3. Alex Kääpä (18:25). 1. Susanne Jütz (22:24); 2. Meike Hoffmeister (22:35); 3. Anna Conrad (22:53)

1. David Koll (35:20); 2. Michael Claesges (36:54); Ludwig Duch (37:46) 1. Ines Roessler (42:28); 2. Philippa Drees (44:05); 3. Meike Hoffmeister (45:02).

(Einzel) 1. Guido Gallenkamp (18:25); 2. Daniel Pigou (18:54); 3. Lutz Leimbach (19:09). 1. Valeska Clarenbach (21:54); 2. Elisa Marzo (22:08); 3. Birte Langwasser (24:04).

1. Sascha Velten (16:42); 2. Marc Walter (16:49); 3. David Koll (17:16). 1. Corinna Mertens (19:58); 2. Birte Bannert (20:20); 3. Andrea Kielsmeier (20:48).

Die Stimmung im Ziel an der Kasinostraße war prächtig, obwohl so mancher Läufer an seine Grenzen gegangen war. „Ich schwitze mehr als ihr“, rief ein Zuschauer, der sich in ein Mickey-Maus-Kostüm gezwängt hatte, den Aktiven aufmunternd zu.

Aufgrund der Hitze gab es im Teilnehmerfeld weit weniger Verkleidungen als im Vorjahr. Den Vogel schoss das ASF-Team ab, das mit dem Motto: „Fang den Strauß“ einen Läufer als Lockvogel entsprechend ausgestattet hatte. Das sorgte zwar nicht für Bestzeiten, aber für den Preis für das originellste Team. Mit über 200 Läufern war Vorwerk als größte Teilnehmergruppe wieder nicht zu schlagen.

» Alle Ergebnisse und Zeiten vom Firmenlauf lesen Sie am Dienstag in einer Sonderveröffentlichung der WZ.

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