Die Stadt rechnet damit, nach dem hartnäckigen Frost auf 20 bis 30 Straßen massive Schäden beseitigen zu müssen. Es wird notdürftig repariert.

Mehr geht im Moment nicht: Reparatur mit Kalt-Asphalt an der Briller Straße.
Mehr geht im Moment nicht: Reparatur mit Kalt-Asphalt an der Briller Straße.

Mehr geht im Moment nicht: Reparatur mit Kalt-Asphalt an der Briller Straße.

Uwe Schinkel

Mehr geht im Moment nicht: Reparatur mit Kalt-Asphalt an der Briller Straße.

Wuppertal. Nach dem strengen und langen Winter 2008 / 2009 wird sich die ohnehin schon angespannte Lage auf einigen Wuppertaler Straßen in diesem Jahr noch einmal verschärfen: "Wir bekommen immer neue Schadensmeldungen", berichtet Uwe Seidel vom Verkehrsressort der Stadt auf WZ-Nachfrage. "Ein Ende ist nicht abzusehen, und es gibt keinen Stadtteil, der nicht betroffen ist", fügt Seidel hinzu.

Er rechne damit, dass man nach diesem Winter auf 20 bis 30 Straßen massive Schäden zu beseitigen habe. Besonders schlimm hat es zum Beispiel die Amalienstraße in Barmen erwischt. Dort gilt aus Sicherheitsgründen in diesem Winter nur noch Tempo 10.

Vorerst nur Not-Reparaturen mit Kalt-Asphalt

Schon jetzt ist abzusehen, dass die Stadt das erste Halbjahr allein damit verbringen wird, Winterschäden zu reparieren. Bislang kommt an den beschädigten Stellen nur Kalt-Asphalt zum Einsatz. Der sei vergleichbar mit einem Kaugummi, mit dem man ein Loch im Zahn erst einmal notdürftig schließt, fügt Seidel hinzu.

Wenn man bei diesem bildhaften Vergleich bleibt, folgt die eigentliche Behandlung nach dem Frost, wenn es wärmer wird: Dann erst können die beschädigten Stellen auf den Straßen frei gelegt, gereinigt und mit einer "Zahnfüllung" in Form von heißem Asphalt auf Dauer verschlossen werden - bis zum nächsten Frostschaden.

Wenn punktuelle Reparaturen gar mehr helfen, muss eine "Überkronung" her. Bei Straßen wäre das eine neue Fahrbahndecke - aber die kostet ein Vielfaches und muss mit Blick auf die leeren Stadtkassen auf lange Sicht geplant werden.

Der Winter fällt auch beim Aufwand des Winterdienstes aus dem Rahmen. Jenseits des Maschinen- und Personen-Einsatzes wurden bereits 4000 Tonnen Streusalz verbraucht - doppelt soviel wie im Vorjahr.

Offen ist noch, inwieweit das die Winterdienst-Gebühren nach oben treiben wird: Berechnet wirdsie je nach Aufwand. Milde Winter mit wenig Aufwand drücken die Gebühren, harte Winter treiben sie nach oben.

Für die maroden Straßen in Wuppertal wird es außerdem kein Geld aus dem Konjunkturpaket der Bundesregierung geben. Zweckgebunden sind solche Mittel für Straßensanierungen vorgesehen, die auf lange Sicht Lärm reduzieren und damit Anwohner entlasten. Eine Liste in Frage kommender Straßen für dieses Programm ist bei der Stadt derzeit in Arbeit - und muss noch mit der Politik abgestimmt werden.

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