Das sogenannte Radhaus am Döppersberg würde bis zu 385 Stellplätze bieten.

Der Entwurf der Variante 3 zeigt das Radhaus im Schatten des geplanten Primark-Gebäudes.
Der Entwurf der Variante 3 zeigt das Radhaus im Schatten des geplanten Primark-Gebäudes.

Der Entwurf der Variante 3 zeigt das Radhaus im Schatten des geplanten Primark-Gebäudes.

Stadt Wuppertal

Der Entwurf der Variante 3 zeigt das Radhaus im Schatten des geplanten Primark-Gebäudes.

Wuppertal. Der Stadtrat hat mit großer Mehrheit den Grundsatzbeschluss für den Bau eines Fahrrad-Parkhauses auf dem Döppersberg gefasst. Die Verwaltung hat Vorentwürfe in drei Varianten erarbeitet, die 120, 322 beziehungsweise 385 Stellplätze für Fahrräder und E-Bikes vorsehen.
Würde die Variante 3 mit 385 Stellplätzen umgesetzt, die von den Politikern zurzeit favorisiert wird, dann würde dieses zusätzliche Bauwerk den optischen und funktionellen Charakter des neuen Döppersbergs verändern. Ziel der Verwaltung ist es, mit dem Radhaus eine Anlaufstelle für Radfahrer zu schaffen, die von dort auf die Bahn, Schwebebahn oder auf Busse umsteigen, oder ihr Fahrrad vor dem Bummel in der Fußgängerzone sicher abstellen möchten.
Die Verwaltung schlägt vor, das Personal des Radhauses über das Jobcenter beziehungsweise Soziale Träger wie das Wichernhaus in einem Qualifizierungs- und Beschäftigungsprojekt zu verpflichten. Die Kosten des Gebäudes sollen über die Stellplatz-Rücklage finanziert werden. Auch in diesen Punkten stimmte der Rat mehrheitlich zu.
Dezernent Frank Meyer stellte im Verlauf der Ratssitzung klar, dass Kosten für das Radhaus nie Bestandteil des Döppersberg-Etats gewesen seien. Daher könne auch von einer möglichen Kostensteigerung beim Umbau Döppersberg keine Rede sein. „Das ist eine zusätzliche Maßnahme, die zusätzlich finanziert werden muss. Ansonsten gibt es nur die bereits geplanten Stellplätze in der Tiefgarage“, ergänzte Stadtdirektor Johannes Slawig.

Die Zeit drängt, denn Ende2018 muss alles fertig sein


Mit dem Grundsatzbeschluss beauftragte der Rat die Verwaltung, intensiver in die Planung einzusteigen. Ob das Radhaus gebaut wird, muss der Rat nach Abschluss der Detailplanungen voraussichtlich am 4. Juli mit der Abstimmung über den Durchführungsbeschluss entscheiden. Über die Höhe der zu erwartenden Kosten kann die Verwaltung beim derzeitigen Stand der Planungen noch keine Aussagen machen.
Der Clou der Variante 3 ist ein Brückenschlag vom Radhaus zum neuen Busbahnhof und damit auch zum oberen Platz und Hauptbahnhof. Gegenüber dieser vermutlich teureren Variante fallen die beiden anderen Entwürfe deutlich ab. Die Mitglieder der BV Elberfeld hatten bereits in ihrer April-Sitzung die Variante 3 favorisiert.
Der Rat sprach sich mehrheitlich für Variante 3 aus, ohne sich festzulegen. „Die Variante 3 ist die schönste, aber wenn die Kosten feststehen, dann werden wir abwägen müssen“, sagte der SPD-Fraktionsvorsitzende Klaus Jürgen Reese. Er wies auf die Verträge mit dem Investor Signature Capital hin, in denen sich die Stadt verpflichtet hat, alle Bauarbeiten am Döppersberg bis Ende 2018 abzuschließen.
Bedenken äußerte für die Grünen Anja Liebert wegen der nach ihrer Ansicht fehlenden Anbindung des Radhauses an das vorhandene Radwegenetz auf der Talachse. Diesen Vorwurf wies Frank Meyer mit dem Hinweis auf die bereits erarbeiteten Pläne zurück. Ziel sei es, die Zahl der Radfahrer am Döppersberg deutlich zu steigern.

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