Bei Verstößen drohen säumigen Eigentümern 50 Euro Bußgeld.

Vorsicht Straßenglätte. Für den Bürgersteig vor ihrem Grundstück sind Hauseigentümer selbst verantwortlich.
Vorsicht Straßenglätte. Für den Bürgersteig vor ihrem Grundstück sind Hauseigentümer selbst verantwortlich.

Vorsicht Straßenglätte. Für den Bürgersteig vor ihrem Grundstück sind Hauseigentümer selbst verantwortlich.

Andreas Fischer

Vorsicht Straßenglätte. Für den Bürgersteig vor ihrem Grundstück sind Hauseigentümer selbst verantwortlich.

Wuppertal. Das Wuppertaler Ordnungsamt kontrolliert nun, ob Hausbesitzer den Bürgersteig vor ihrem Haus von Schnee und Eis befreien. Wer das nicht macht, bekommt ein Knöllchen in Höhe von 50 Euro verpasst, wie Ordnungsamtsleiter Carsten Vorsich erklärte. Wird nach der Verwarnung immer noch nicht geräumt, beauftragt das Amt einen Unternehmer - auf Kosten der verwarnten Eigentümer.

"Unsere Leute werden mit dem nötigen Fingerspitzengefühl an die Sache herangehen", versprach Vorsich - räumte aber ein, dass Wuppertaler, deren Nebenstraßen noch nicht vom Schnee befreit wurden, wohl nur wenig Verständnis für die Kontrollen aufbringen werden.

Hinzu kommt: Die Wuppertaler müssen auch beim Streuen der Bürgersteige amtliche Vorgaben beachten. So dürfen Privatleute kein Streusalz verwenden. Wie die Verbraucherzentrale anmerkt, ist dieses schädlich für Pflanzen und Grundwasser sowie viele Tiere, zum Beispiel Hunde. Um ihre Gehwege tagsüber zwischen 7 und 20 Uhr begehbar zu halten, wie es Pflicht ist, sollten Eigentümer stattdessen nach dem Schneeschippen Granulat oder Sand streuen.

Nur bei Eisglätte, an Steigungen oder auf Treppen dürfen auch Privatleute Salz streuen. Ob die Bürger tatsächlich korrekte Streumittel verwenden, überprüfe die Stadt aber nicht, heißt es beim Presseamt: "Wir setzen auf die Eigenverantwortung der Wuppertaler." rom/fl

Für heute ist mit gut 20 Zentimetern Neuschnee und starkem bis stürmischem Nordostwind zu rechnen. Schneeverwehungen können den Verkehr behindern. Der Eigenbetrieb Straßenreinigung (ESW) plant mit einem Räum-Großeinsatz.

Die Wuppertaler Autofahrer haben keinen Anspruch auf mit Salz freigestreute Straßen, bestätigt der ADAC. Wenn der kommunale Streuplan vorsehe, dass in einigen Straßen weder geräumt noch gestreut werde, so sei das zulässig. Ihrer Verkehrssicherungspflicht genügt die Kommune auch, wenn sie die in ihrem Streuplan vorgesehenen Verkehrswege räumt und mit Sand oder Splitt streut, betont der ADAC. Für Glätte-Unfälle ist die Stadt dann nicht haftbar zu machen.

Schneematsch und Glätte auf Straßen und Wegen - das Winterwetter füllt derzeit die Notaufnahmen der Krankenhäuser. "In den vergangenen drei Wochen sind vier der Unfall-Opfer pro Tag draußen ausgerutscht und gestürzt", sagt Dr. Sebastian Hullmann, Unfallchirurg im Helios Klinikum. Auch das Bethesda zählt seit dem starken Wintereinbruch viele "Wetteropfer": Allein an den Weihnachtstagen wurden dort 25 Wetter-Verletzte medizinisch versorgt. "An dem Wochenende nach Weihnachten war das OP-Notfall-Team ständig im Einsatz", sagt Bethesda-Sprecher Mathias Brandstädter.

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