Bei „Aktenzeichen XY...ungelöst“ wird Anfang September ein Wuppertaler Fall gezeigt. Es geht um den Überfall auf einen Barmer Juwelier im November.

Diese Männer haben am 24. November 2016 einen Juwelier in Barmen überfallen. Die Polizei sucht Zeugen.
Diese Männer haben am 24. November 2016 einen Juwelier in Barmen überfallen. Die Polizei sucht Zeugen.

Diese Männer haben am 24. November 2016 einen Juwelier in Barmen überfallen. Die Polizei sucht Zeugen.

Diese Männer haben am 24. November 2016 einen Juwelier in Barmen überfallen. Die Polizei sucht Zeugen.

Diese Männer haben am 24. November 2016 einen Juwelier in Barmen überfallen. Die Polizei sucht Zeugen.

Polizei Wuppertal/dpa, Bild 1 von 3

Diese Männer haben am 24. November 2016 einen Juwelier in Barmen überfallen. Die Polizei sucht Zeugen.

Knapp neun Monate nach dem Raub auf einen Juwelier am Barmer Werth, geht die Öffentlichkeitsfahndung nach den Tätern in ein neues Stadium. Denn die werden im kommenden Monat landesweit und öffentlichkeitswirksam im Fernsehen gesucht: und zwar bei der ZDF-Sendung „Aktenzeichen XY...ungelöst“. „Die Ausstrahlung ist für den 6. September geplant“, sagt Stefan Weiand, Pressesprecher der Polizei.

Die Polizei erhofft sich durch die Ausstrahlung weitere Hinweise auf die Täter. Denn die sind bisher nicht bekannt, die Ermittlungen ins Leere gelaufen. Die Hoffnung ist insofern nicht unbegründet als die Show sich selbst eine gute Aufklärungsquote attestiert: „In 521 XY-Sendungen wurden 4586 Fälle behandelt. 1853 davon wurden aufgeklärt, das entspricht einer Erfolgsquote von 40,4 Prozent. Eine stolze Zahl, denn oft sind es die hoffnungslosen Fälle, die bei XY landen“, heißt es auf der Website der Sendung.

Ein Täter bedrohte die Angestellten mit einer Waffe

Der Fall, den die Wuppertaler Polizei ins Studio trägt, ist folgender: Am 24. November gegen 10.10 Uhr am Morgen gab es einen Raub auf ein Juweliergeschäft am Werth in Barmen. Drei Täter waren beteiligt, einer von ihnen betrat als erstes das Geschäft und bedrohte eine 43-jährige Angestellte mit einer Schusswaffe. Zudem schlug er die Frau und stieß sie zu Boden. Auch der Geschäftsinhaber (52 Jahre) und eine weitere Angestellte (63 Jahre) wurden bedroht und aufgefordert, sich auf den Boden zu legen. Anschließend durchwühlten die Räuber die Auslagen. Mit der Beute flüchteten sie aus dem Geschäft durch eine Passage in Richtung Höhne. Von dort fuhren sie vermutlich mit zwei Rollern in Richtung Oberbarmen davon.

Der erste Täter war etwa 30 bis 35 Jahre alt, etwa 1,80 Meter groß, schlank, hatte kurzes dunkles Haar, trug eine Brille, einen hellen Mantel und eine blaue Jeans. Der zweite Täter war etwa 30 Jahre alt, 1,80 Meter groß, kräftig, hatte einen Vollbart und trug eine dunkle Jeans, helle Sportschuhe, eine lilafarbene Daunenjacke und eine dunkle Strickmütze mit Schirm. Er hatte eine rote Sporttasche dabei. Der dritte Täter war ca. 1,85 Meter groß, etwa 30 bis 35 Jahre alt, hatte einen dunklen Vollbart und dunkle Haare. Bekleidet war er mit einer olivgrünen Winterjacke, dunkler Hose, dunklen Schuhen mit heller Sohle und einer Baseballkappe. Er trug einen schwarzen Rucksack.

Die Bilder der Täter aus der Überwachungskamera des Ladens wurden auf Beschluss des Amtsgerichts schon am 28. November veröffentlicht, aber ohne Erfolg. „Die Täter waren bisher nicht zu ermitteln“, sagt Weiand. Es sei leichter, solche Fälle zu klären, wenn man die Personalien habe. Bei Bildern oder Beschreibungen sei die Polizei häufig auf die Öffentlichkeit angewiesen, so Weiand.

Die Polizei ist aber nicht selbst den Weg ins Fernsehen gegangen. Laut Weiand gab es Mitte März eine Anfrage der Redaktion der Sendung. Seitdem war ein Redakteur zu Besuch und es hat zahlreiche andere Kontakte gebeben. „So eine Sendung hat einen langen Vorlauf. Es werden Schauspieler gecastet, ein Drehbuch geschrieben und gedreht.“

Am 6. September wird ein Kollege der Wuppertaler Polizei im Studio sein und den Fall beschreiben. Der Juwelier wird nicht dabei sein. „Er findet gut, dass wir den Weg gehen, möchte aber nicht genannt werden“, sagt Weiand.

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