Nach einer Party im Autonomen Zentrum soll der Angeklagte eine Frau vergewaltigt haben. Der Mann streitet die Vorwürfe ab.

Elberfeld. Es ist der Albtraum einer jeden Frau: Eine Party-Bekanntschaft mischt K.O.-Tropfen in den Drink und vergeht sich anschließend an dem wehrlosen Opfer. Das soll am 23. August 2008 in Elberfeld geschehen sein. Wegen Vergewaltigung muss sich heute ein 42-Jähriger vor dem Schöffengericht verantworten.

Laut Staatsanwaltschaft trank das mutmaßliche Opfer nur zwei Bier

Laut Anklage traf der Mann in jener Nacht auf einer Party im Autonomen Zentrum eine Frau. Man trank zusammen ein Bier. Wenig später soll die Frau das Bewusstsein verloren haben. Ob das am Alkohol oder tatsächlich an unbemerkt ins Bier gemischten K.O.-Tropfen gelegen hat, ist unklar. Angeblich soll das mutmaßliche Opfer lediglich zwei Bier getrunken haben. Eine Blutprobe gibt es allerdings nicht. Die Frau könnte auch einfach nur eingeschlafen sein, heißt es deshalb in der Anklage.

Der Angeklagte ist nicht vorbestraft

Laut Anklage soll der 42-Jährige die Frau in der Nacht in ein ihm zugängliches Zimmer gebracht haben. Das befindet sich laut Staatsanwaltschaft im selben Haus, in dem der Angeklagte mit seiner Ehefrau wohnt. In jenem Zimmer habe er Verkehr mit der Frau gehabt. Als sie erwacht sei und auf die Toilette wollte, habe er sofort von ihr abgelassen. Die Frau erstattete Anzeige.

Der nicht vorbestrafte Mann bestreitet die Vorwürfe. Er soll im Ermittlungsverfahren ausgesagt haben, überhaupt keinen Verkehr mit der Frau gehabt zu haben. Ein Gutachten soll allerdings das Gegenteil bestätigen. Für den Prozess ist bislang ein Verhandlungstag vorgesehen.

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