Die angeklagte Seniorin aus Solingen wurde am Dienstagmorgen auch von ihren Anwälten vor der Presse abgeschirmt.
Die angeklagte Seniorin aus Solingen wurde am Dienstagmorgen auch von ihren Anwälten vor der Presse abgeschirmt.

Die angeklagte Seniorin aus Solingen wurde am Dienstagmorgen auch von ihren Anwälten vor der Presse abgeschirmt.

Andreas Fischer

Die angeklagte Seniorin aus Solingen wurde am Dienstagmorgen auch von ihren Anwälten vor der Presse abgeschirmt.

Solingen/Wuppertal. Ohne Verlesung der Anklage ist am Dienstagmorgen vor dem Wuppertaler Landgericht der Prozess gegen eine 85-jähriger Solingerin vertagt worden , die mit mehreren Mittätern zwischen März 2008 und August 2009 im großen Stil Drogen aus Holland importiert haben soll.

Die "Drogen-Oma" hatte schon im Vorhinein bundesweit für Aufsehen gesorgt, so dass zahlreiche Journalisten, Hörfunk- und Fernsehteams zum Prozess erschienen waren. Allerdings wurde ihnen nicht viel geboten: Die Seniorin - auch als "Deutschlands älteste Dealerin" in den Schlagzeilen - hatte sich mit einem beige-farbenen Kapuzenpulli vermummt. Außerdem kam es nicht einmal zur Verlesung der Anklage.

Grund: Ein 29-jähriger Mitangeklagter war nicht erschienen. Seine beiden Anwälte erklärten, er habe eine depressive Phase und scheue sich vor den Kameras. Ein Gutachter erklärte den Rollstuhlfahrer dagegen für voll verhandlungsfähig. Der Richter nannte die Abwesenheit des Angeklagten eine "Unverschämtheit". Er werde am nächsten Prozesstag, dem 23. Februar, polizeilich vorgeführt.

Die geständige 85-Jährige soll mit ihrem Sohn (50) und ihrem Enkel (28) sowie zwei weiteren Angeklagten in Solingen einen schwunghaften Handel mit Heroin betrieben haben. (ST/sn/dpa)

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