„Die Wuppertaler“ haben in Elberfeld Spielgeld an die Bürger verteilt. Damit sollen sie Oberbürgermeister Peter Jung „helfen“.

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Anke Schulz (vom Aktionskreis „Die Wuppertaler) mit Hans-Ulrich und Gabriele Möller (von links).

Anke Schulz (vom Aktionskreis „Die Wuppertaler) mit Hans-Ulrich und Gabriele Möller (von links).

Mathias Kehren

Anke Schulz (vom Aktionskreis „Die Wuppertaler) mit Hans-Ulrich und Gabriele Möller (von links).

Wuppertal. Eine Spende für die Stadt Wuppertal. Darum warb die Initiative „Die Wuppertaler“ am Samstag und sorgte bei so Manchem für Verwunderung und Aufregung: „Für welche unnützen Dinge soll das dann wieder ausgegeben werden?“, fragte eine Frau zornig im Vorbeigehen. Dabei hatte die Initiative ihren Spendenaufruf nicht wörtlich gemeint.

Aufmerksamkeit für Probleme beim Döppersberg-Umbau schaffen

„Wir geben den Leuten 500-Euro-Scheine aus Papier mit und einen Brief an den Oberbürgermeister, in dem wir fordern, dass er über neue Lösungen für den Döppersberg nachdenkt und auch die Bürger stärker mit einbezieht und besser informiert. Den Brief können die Bürger dann selbst an den OB schicken“, erklärt Josef Hartmann die Aktion. So solle auch ein Bewusstsein für das Geld geschaffen werden, das im Projekt Döppersberg verbaut wird, ergänzt Anke Schulz.

1000 Mal 500 Euro könnten beim Oberbürgermeister landen

„Für die 35 Millionen Euro Mehrkosten, die im Bau entstehen, müssen 70 000 solcher 500-Euro-Scheine zusammenkommen.“ Bei vielen Bürgern kommt die Idee an: „Das ist eine gute Sache. Es muss ja auch mal jemand den Mut finden, diese Dinge anzusprechen. Man fühlt sich als Bürger manchmal ohnmächtig gegen die Obrigkeit“, findet Werner Nietzold.

Eine halbe Stunde vor dem Ende der Aktion waren alle 1000 Spielgeld-Scheine und Briefe verteilt. Auch Hero Schild hat einen mitgenommen. Er fragt sich, ob tatsächlich alle Scheine bei Peter Jung ankommen. „Klar ärgern sich viele Leute über das, was am Döppersberg passiert, aber ob auch wirklich jeder seinen Brief abschickt, muss man abwarten.“

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