Der Verein Neue Ufer Wuppertal möchte entlang des Flusses zehn Betonliegen aufstellen. Ein erster Prototyp wurde bereits getestet.

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So könnten die Liegen aussehen.

So könnten die Liegen aussehen.

Fotomontage: Neue Ufer Wuppertal

So könnten die Liegen aussehen.

Wuppertal. Der Prototyp ist bereits angefertigt, doch bis die ersten Betonliegen am Wupperufer aufgestellt werden können, wird es wohl noch einige Monate dauern. „Das erste Modell haben wir bereits angefertigt und in der Gesellschaft für berufliche Aus- und Weiterbildung (GBA) getestet“, sagt die Vorsitzende des Vereins Neue Ufer Wuppertal, Dajana Meier. Das Ergebnis des Probesitzens sei positiv gewesen. Die Stadt habe schon zugesagt, die Schalung für die aus zwei Teilen bestehenden Betonliegen zu finanzieren, freut sich die Vereinsvorsitzende.

Die Stadt zur Wupper öffnen, den Fluss und seine Umgebung als Ort der Regeneration nutzen – diesen Zielen hat sich der Verein verschrieben. Um die Aufenthaltsqualität an der Wupper zu erhöhen und „Ruheoasen“ anzubieten, möchte der Verein etwa zehn Liegen entlang der Wupper – zwischen Rauental und Rutenbeck, zwischen Langerfeld und Sonnborn – aufstellen. Deshalb beteiligt er sich an dem Wettbewerb „W-Impuls-Award 2017“, mit dem ehrenamtliche Projekte in der Stadt unterstützt werden. Pro Liege fallen Materialkosten von 500 Euro an, für die Aufstellung der zehn Liegen sind also insgesamt 5000 Euro erforderlich.

Im Rauental wurde ein erster Zugang zur Wupper geschaffen, dort sollen auch die ersten Liegen aufgestellt werden. Die weiteren Standorte werden in Absprache mit der Stadt und dem Wupperverband gesucht. „Für die Umsetzung sind wir aber auch auf die Unterstützung durch die Wupperpaten angewiesen“, betont Meier. Derzeit hat der Verein knapp 20 ehrenamtliche Wupperpaten. Dabei handelt es sich um Einzelpersonen, Gruppen und Firmen, die sich um einen Wupperabschnitt kümmern.

Der Wupperverband begrüßt die Initiative des Vereins zur Erschließung der Wupperufer. Inwieweit Zugänge geschaffen werden können, müsse im Einzelfall geprüft werden, sagt der Vorstand des Wupperverbandes, Georg Wulf. Schließlich sei die Wupper ein „lebendiger Fluss“, an dem auch Sicherheitsaspekte berücksichtigt werden müssten. Für dieses Jahr plant der Verband Renaturierungsmaßnahmen am Döppersberg, am Pfälzer Steg in Oberbarmen und am Firmengelände von Vorwerk in Laaken. Der Renaturierung soll – wo möglich – auch die Öffnung des Flusses für die Bevölkerung folgen.

Für das Ausruhen und Verweilen sollen dann die Betonliegen dienen. Das Design für die Liegen stammt übrigens von Dajana Meier, die früher Liegen aus Keramik on ihrer Werkstatt hergestellt hat.

Der Stadtmarketing-Verein Wuppertalaktiv hat gemeinsam mit der Westdeutschen Zeitung den Wettbewerb für Ideengeber gestartet und den „W-Impuls-Award 2017“ mit 5000 Euro dotiert. Bewerben können sich alle, die eine gute Projektidee für Wuppertal haben oder sich in einem Projekt engagieren, das sich noch in der Startphase befindet. Bis zum 28. Februar können noch Vorschläge eingereicht werden. Eine Jury entscheidet über den Sieger.

Internet: www.wuppertal-aktiv.de

Die Betonmodelle bestehen aus zwei Teilen, die in einem Abstand von 6,5 Zentimetern zueinander aufgestellt werden sollen: So können die einzelnen Teile, die 200 Kilo wiegen, besser transportiert werden; durch den Spalt fließt das Regenwasser ab. Die Liege ist etwa 1,90 Meter lang und 70 Zentimeter breit. Die Elemente werden etwas in den Boden eingelassen, darum herum soll Pflaster verlegt werden.

Das Projekt wird vom zweiten Arbeitsmarkt und der Stadt unterstützt. In der Werkstatt der GBA sollen die Betonteile hergestellt werden. Die anthrazitfarbenen „Ruheoasen“ könnten ab dem Sommer aufgestellt werden, hofft Meier.

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