Eine in Wuppertal entwickelte Behandlung soll Schlaftabletten überflüssig machen.

Wer nicht einschlafen kann, setzt sich oft selbst unter Druck.
Wer nicht einschlafen kann, setzt sich oft selbst unter Druck.

Wer nicht einschlafen kann, setzt sich oft selbst unter Druck.

dpa

Wer nicht einschlafen kann, setzt sich oft selbst unter Druck.

Wuppertal. Mit einem neuen Verfahren wollen Wissenschaftler der Bergischen Universität Schlaflose wieder träumen lassen. Das System ist einfach: Ein EEG misst die Gehirnaktivität des Schlaflosen. Ein kleines Gerät setzt die Ergebnisse augenblicklich visuell um. Am Computerbildschirm kann der Proband so seinen "Gemütszustand" verfolgen. Wächst der grüne Balken in die Höhe, heißt das, auch die Entspannung wächst. Fällt der Balken unter ein bestimmtes Limit, leuchtet es rot. Das bedeutet: Vorsicht, Sie sind nicht entspannt. 

Mit Hilfe des Neurofeedbacks soll der Schlaflose lernen, automatisch ablaufenden Prozesse bewusst zu kontrollieren. Schlaftabletten könnten so überflüssig werden, glauben Wolfram Boucsein, Leiter der Studie und Kollege Ralf Stürmer. "Häufig ist Stress der Auslöser für Schlaflosigkeit", sagt Sürmer. Wer nicht schlafen könne, stehe zusätzlich unter Stress, grübele, warum der Schlaf nicht komme und könne dann erst recht nicht schlafen. "Das kann sich schnell verselbständigen, ein Teufelskreis."

Rund zehn Sitzungen zu 45 Minuten veranschlagen die Wissenschaftler für die Behandlung. Ob die tatsächlich so erfolgreich ist, wie es sich die Wissenschaftler versprechen, soll jetzt eine Studie zeigen. Dafür suchen Boucsein und Stürmer noch Probanden. Sie sollten zwischen 25 und 55 Jahre alt sein. Interessenten informiert die Uni heute ab 18 Uhr im Hörsaal 23, Gebäude S (Ebene 08, Raum 03). olf

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