Großer Auftritt für die Neue: In Wuppertal wurden an Sonntag die neuen Wagen der Schwebebahn beklatscht. Die Fans des Wuppertaler Wahrzeichens zückten Kamera und Handy.

Großer Bahnhof für die neuen Schwebebahnwaggons.
Großer Bahnhof für die neuen Schwebebahnwaggons.

Großer Bahnhof für die neuen Schwebebahnwaggons.

Daniela Ullrich

Großer Bahnhof für die neuen Schwebebahnwaggons.

Wuppertal. Die Schwebebahn in Wuppertal fährt seit Sonntag mit neuen Wagen. Die bisherigen 40 Jahre alten Waggons der weltweit einmaligen Hängebahn sollen in den nächsten Monaten nach und nach ausgetauscht werden. Nordrhein-Westfalens Verkehrsminister Michael Groschek (SPD) würdigte nach der ersten Linienfahrt mit einem neuen Wagen die Bedeutung des 115 Jahre alten Verkehrsmittels, das täglich 85 000 «Verehrer» habe. So viele Menschen fahren unter der Woche jeden Tag mit der Schwebebahn.

Von den Renovierungskosten der gesamten Trasse von 634 Millionen Euro hatte das Land mehr als die Hälfte gezahlt. Das sei «hervorragend investiertes Geld», sagte Groschek. In den vergangenen zwei Jahrzehnten war die Schwebebahn von Grund auf erneuert worden. Die Hängebahn stammt aus dem Jahr 1901 und ist immer noch das Rückgrat des Nahverkehrs in der Stadt mit 350 000 Einwohnern.

An den 20 Schwebebahn-Stationen standen zahlreiche Neugierige, um die hellblau angemalten neuen Wagen erstmals im Betrieb zu sehen. Viele Menschen hatten Fotoapparate dabei oder nahmen die himmelblaue Bahn von außen auf. Auf einem Bahnsteig gaben Musiker ein Kammerkonzert. Von der Straße aus winkten Passanten der über ihre Köpfe hinweggleitenden Bahn zu.

Zur Feier des Tages hatten die Stadtwerke Wuppertal Sonderfahrscheine herausgegeben mit verschiedenen Schwebebahn-Modellen. Im Spielzeugformat gab es die neue Bahn als Sondermodell zu kaufen. Die in Nordrhein-Westfalen entwickelten und in Spanien gebauten Wagen der neuen Baureihe haben dieselben Außenmaße wie bisher. Im Inneren ist aber mehr Platz für Kinderwagen und Rollstuhlfahrer. Die neue Technik ermöglicht außerdem, dass die Züge schneller und damit im Zwei-Minuten-Takt fahren können. (dpa)

Die himmelblauen "Jungfernfahrt" im WZ-Live-Stream:

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