Eine wunderschöne Liebesgeschichte

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Lorena und Jamel haben einander in Tunesien kennen gelernt. Sie war als Urlauberin zu Gast in jenem Hotel, wo er als Animateur arbeitete. Nach der Heimreise hielt sie zu ihm weiter Kontakt.

Lorena und Jamel haben einander in Tunesien kennen gelernt. Sie war als Urlauberin zu Gast in jenem Hotel, wo er als Animateur arbeitete. Nach der Heimreise hielt sie zu ihm weiter Kontakt.

Lorena und Jamel haben einander in Tunesien kennen gelernt. Sie war als Urlauberin zu Gast in jenem Hotel, wo er als Animateur arbeitete. Nach der Heimreise hielt sie zu ihm weiter Kontakt.

Mit der Urlaubsliebe ist das ja meist so eine Sache. Nach der Heimreise holt einen der Alltag ein, und man verliert sich schnell aus den Augen. Nicht so bei Lorena Fiorita und Jamel Othmani, Wuppertals Traumpaar 2018, das bei der WZ-Hochzeitsaktion „Verliebt, verlobt, verheiratet“ ein Sponsorenpaket von über 10.000 Euro für seine Hochzeitsfeier gewonnen hat.

Am Anfang war Jamel schüchtern

Eigentlich war Lorena im Jahr 2013 in Tunesien auf Mädelsurlaub. „Am letzten Abend vor unserer Abreise habe ich Jamel kennengelernt. Er war damals Kinderanimateur im Hotel, ein eher zurückhaltender Typ. Wir mussten ihn sogar überreden, mit uns noch abends in die Disco zu kommen“, erinnert sich die 26-jährige. Jamel kam mit. Und beide kamen sich näher. Sprachen über Musik, über das Tanzen, verabschiedeten sich am nächsten Tag in der Hotel-Lobby voneinander und blieben fortan in Kontakt.

Gleichwohl ist die Distanz von Tunesien nach Wuppertal nicht gerade klein, zumal Jamel mit seiner Familie im wüstenreichen Inland lebte. „Irgendwo bei ihm in der Nähe wurde auch Star Wars gedreht“, erzählt Lorena. Auch sie griff nach den Sternen und besuchte Jamel noch im September desselben Jahres im selbem Hotel. Da standen die Zeichen für Jamel auf Abschied. Es war für den Studenten der Romanistik der letzte Sommer als Animateur. Man werde sich dann wohl nicht wiedersehen, so schien es. Da war Lorena aber schon bis über beide Ohren in Jamel verliebt und über Skype und per Telefon hielt sie den Kontakt zu ihm, der sie daraufh in einlud, ihn doch einmal in seiner Heimat zu besuchen. Sie sagte zu, hatte aber auch Respekt vor dieser Reise ins tunesische Inland, so ganz alleine: „600 Kilometer Strecke vom Flughafen bis zu ihm, sieben Stunden Busfahrt. Das war schon eine Nummer.“ Aber was tut man nicht alles für die Liebe?
Das gilt auch für Jamel. Denn nachdem Lorena ihn in der Folgezeit achtmal besucht hatte und die beiden längst ein glückliches Paar waren, stand die Frage an, wo sie in Zukunft gemeinsam leben wollten. Jamel fasste einen Entschluss: Er war bereit, für Lorena seine Heimat und Familie in Tunesien zu verlassen und nach Wuppertal zu ziehen.

Eine internationale Liebesgeschichte

Gemeinsam bauten sich die beiden im Bergischen ein neues Leben auf und sind ein Inbegriff dafür, wie Multi-Kulti hervorragend funktionieren kann. Die katholische Lorena mit italienischen und spanischen Eltern lebt mit dem muslimischen Jamel aus Tunesien in Wuppertal. Beide zeigen sich sehr weltoffen, sprechen über die Besonderheiten ihrer jeweiligen Religion und feiern deren Feste gemeinsam. Für Lorena war es wichtig, dass Jamel so schnell wie möglich im Bergischen ankommt. „Ich habe ihm ein Tagesticket für die Schwebebahn geholt und er ist den ganzen Tag durch Wuppertal gefahren, um sich alles anzuschauen“, erinnert sich Lorena, die als Bankkauffrau arbeitet. Für Jamel war es von Beginn an wichtig, auch einen Job zu finden. Die deutsche Sprache konnte er schon durch seinen Animateursjob ganz gut, lernte in Deutschland täglich dazu und bewies viel Geduld bei den ganzen Behördengängen, da ja jedes Zeugnis erst einmal anerkannt werden musste. „Das war am Anfang alles sehr schwer für mich, aber es hat geklappt“ sagt Jamel, der inzwischen bei der Caritas als Integrationshelfer tätig ist, in diesem Bereich auch als Dozent arbeitet und parallel dazu überlegt, an der Fernuniversität Hagen zu studieren. Vielleicht Politikwissenschaft en, ergänzend zur Romanistik? Mal sehen.

Einmal im Jahr besucht Jamel mit Lorena seine Familie in Tunesien. „Wenn ich dann sehe, wie seine Mutter ihn weinend vor Freude empfängt, habe ich schon ein bisschen ein schlechtes Gewissen“, sagt Lorena. Sie sagt aber auch, dass Jamel inzwischen fast mehr Wuppertaler ist als sie.

Zwei, die andere mitreißen können

Die beiden haben sich im Bergischen einen großen Freundeskreis aufgebaut und begeistern ihre Mitmenschen mit ihrer fröhlichen, offenen, spontanen und mitreißenden Art. So wie auch beim Finalabend von „Verliebt, verlobt, verheiratet“, als Jamel einen Break-Dance-Auftritt hinlegte, der keinen Zweifel daran ließ, dass er mit dem Tanzen schon als Elfjähriger begann und bereits mehrfach aufgetreten ist. Nebenbei spielt er Schlagzeug und Lorena Saxophon. „Nur singen können wir beide nicht, auch wenn Jamel das immer glaubt!“, sagt Lorena und lacht.

Für ihre Hochzeitsfeier Anfang Oktober haben die beiden auch schon einige Ideen. Ein bisschen verrückt darf es sein, aber auch ein bisschen klassisch, mit etwa 75 Gästen. „Hauptsache“, finden die beiden, „die Feier spiegelt uns wider – so, wie wir sind.“

 

 

Was bisher geschah

Anfang Januar begann mit „Verliebt, verlobt, verheiratet 2018“ die dritte Hochzeitsaktion der Westdeutschen Zeitung. Zahlreiche Paare aus Wuppertal bewarben sich für das attraktive Hochzeitspaket im Wert von über 10.000 Euro. Eine Jury aus den zwölf Partnerunternehmen wählte zunächst eine Top fünf der Pärchen aus, die es ins Online-Voting schafften.

Lorena Fiorita und Jamel Othmani, Michaela Palka und Ronny Pohle sowie Liane Wilke und Patrick Norra schafften es in die Finalgala am 22. März in der VillaMedia, wo sie sich mit kreativen Beiträgen und in einem Speeddating der Jury vorstellten.

Wie es jetzt weitergeht

Lorena und Jamel haben sich bei „Verliebt, verlobt, verheiratet“ durchgesetzt. Voraussichtlich Anfang Oktober wollen die beiden einander das Ja-Wort geben. Ein halbes Jahr bleibt den beiden also für die Hochzeitsvorbereitung, bei der sie von zwölf Wuppertaler Partnerunternehmen unterstützt werden. So wird es unter anderem Zuschüsse beim Kauf der Ringe geben, ebenso wie für die Hochzeitsfotos oder auch den Kauf einer neuen Küche. Vielleicht beschenkt sich das Paar auch selbst mit einem neuen Schlafzimmer? Auch hierfür gibt es dann einen Zuschuss. Was Lorena und Jamel bis zur Hochzeit alles erleben, erfahren Sie in Ihrer WZ!