Der Präsident wechselt ins Ministerium.

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Joachim Werries geht nach Düsseldorf.

Joachim Werries geht nach Düsseldorf.

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Joachim Werries geht nach Düsseldorf.

Wuppertal. Überraschende Personalentscheidung in Düsseldorf: "Man hat mich gefragt und da konnte ich nicht Nein sagen", kommentiert Joachim Werries seinen am Donnerstag bekannt gewordenen Wechsel ins Innenministerium. Dort übernimmt der 60 Jahre alte Jurist ab 1.  Februar als Leiter die Abteilung "Personal", hat damit unter anderem die Dienstaufsicht über die NRW-Polizeipräsidenten.

Sein Nachfolger in Wuppertal steht allerdings noch nicht fest. Dem Vernehmen nach wird das erst nach der Kommunalwahl geschehen. Bis dahin übernimmt der Leitende Polizeidirektor Georg Schulz den Werries-Posten.

Viel Lob für das bürgerliche Engagement 

Werries kam 2001 vom Ministerium nach Wuppertal. Der Düsseldorfer hat sich in der Stadt nicht nur durchs polizeiliche "Tagesgeschäft" einen Namen gemacht. Sein bürgerliches Engagement stellte er unter anderem durch die Gründung des Vereins "Allianz für mehr Sicherheit im bergischen Land" 2004 unter Beweis. Bei der Caritas sitzt er seit geraumer Zeit im Aufsichtsrat. Der Vielgelobte selbst zeigt sich von der neuen Entwicklung überrascht. Werries gestern zur WZ: "Das ist eine reizvolle Aufgabe, obwohl ich eigentlich bis zur Pensionierung in Wuppertal arbeiten wollte." Der Stadt werde er weiter verbunden bleiben. 

Stimmen zum Weggang von Joachim Werries:

Oberbürgermeister Peter Jung nennt Werries einen "idealen Polizeipräsidenten". Er sagt: "Wir haben in allen Bereichen gut zusammengearbeitet und ich schätze ihn auch persönlich sehr. Von den vorbildlichen Ordnungspartnerschaften bis zu großen Repräsentationsereignissen war die Abstimmung zwischen Präsidium und Rathaus mit ihm immer engagiert und effizient. Natürlich begleiten ihn unsere besten Wünsche, trotzdem bedauern wir, dass er Wuppertal verlässt."

Caritasdirektor Eckhard Arens gratulierte Werries, bedauert aber auch seinen Weggang: "Bei jeder Entscheidung von Joachim Werries steht der Mensch im Mittelpunkt. Dies durfte ich in der engen Kooperation mit ihm als Polizeipräsidenten, aber auch als Aufsichtsratsmitglied der Caritas erleben. Ich hoffe, er bleibt uns in dieser Funktion erhalten." Arens sagte, er hoffe, dass Werries in Düsseldorf der bleiben kann, der er in Wuppertal immer war.

Die Grüne Ratsfraktion hat sich ebenfalls in einem Statement geäußert. Gerta Stiller, Fraktionssprecherin und Mitglied im Polizeibeirat schreibt: "Herr Werries wird über alle Parteigrenzen hinweg persönlich und in seiner
Funktion als Polizeipräsident überaus geschätzt.  Er steht für eine
bürgernahe Wuppertaler Polizei, die der Bevölkerung ein Gefühl der
Sicherheit gibt und im Konfliktfall versucht, besonnen und deeskalierend zu
agieren." Fraktionsspecher Peter Vorsteher lobt, dass Werries die Zusammenarbeit zwischen Stadtverwaltung, Polizei und öffentlichen Einrichtungen intensiviert hat. Er sagt auch: "Seinem Nachfolger wird er große Fußspuren hinterlassen."

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