Loh. Am Dienstagmorgen durchsuchten Polizeibeamte im Auftrag der Staatsanwaltschaft mehrere Objekte in Wuppertal und stießen dabei an der Straße Hohenstein auf eine professionell betriebene Cannabis-Plantage. Bereits seit dem Sommer führt die Staatsanwaltschaft gemeinsam mit der Kriminalpolizei ein umfangreiches Ermittlungsverfahren gegen einen 57-jährigen und einen 40-jährigen Wuppertaler, die im Verdacht stehen, illegal Betäubungsmittel anzubauen.

Auf Antrag der Staatsanwaltschaft erließ das zuständige Amtsgericht Wuppertal mehrere Durchsuchungsbeschlüsse, die Dienstagmorgen gegen 9.45 Uhr vollstreckt wurden. Mehr als 60 Beamte von Staatsanwaltschaft und Kriminalpolizei waren im Einsatz, darunter auch Diensthundeführer, Bereitschaftspolizei und Spezialisten des LKA.

In einer ehemaligen Werkhalle entdeckten die Ermittler eine etwa 100 Quadratmeter  große Cannabis-Plantage mit etwa 300 Großpflanzen und rund 200 weiteren kleineren Pflanzen beziehungsweise Setzlingen. Darüber hinaus stellten sie professionelle Ausrüstung zum Anbau, eine größere Menge bereits geernteten Marihuanas und Bargeld sicher.

Während der Durchsuchung versuchte der 40-Jährige zunächst über das Dach der Halle zu flüchten. Einsatzkräfte konnten dies aber verhindern. Den 57-Jährigen trafen Polizeibeamte in seiner Wohnung an. Beide Tatverdächtigen wurden vorläufig festgenommen. Derzeit wird geprüft, ob Haftbefehlsanträge gestellt werden.

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