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Wuppertal. Seit 2004 ist es beschlossene Sache: Das denkmalgeschützte Polizeipräsidium an der Friedrich-Engels-Allee muss dringend saniert werden. In den zurückliegenden sieben Jahren wurden dazu bereits zwei Planungen erarbeitet – doch umgesetzt wurde bisher rein gar nichts. „Da hilft wohl nur noch der politische Druck“, sagt der SPD-Landtagsabgeordnete Thomas Stotko, der auf Einladung des Wuppertaler Landtagsabgeordneten Andreas Bialas mit weiteren Vertretern des Arbeitskreises Innenpolitik der SPD-Landtagsfraktion das marode Gebäude besichtigte

Sanierung an der Friedrich-Engels-Allee wird rund 24 Millionen Euro kosten

In Gesprächen mit der Polizeidirektion und Vertretern der Projektgruppe Bau des Polizeipräsidiums konnten sich die Abgeordneten mit eigenen Augen davon überzeugen, dass Investitionen von rund 24 Millionen Euro gerechtfertigt wären. Zumal das riesige Gebäude nach der Modernisierung auch energetisch und klimatechnisch auf dem neusten Stand wäre, was es aktuell mit seinen verrottenden Fensterrahmen beileibe nicht ist.

Da zurzeit Funkstille in den Gesprächen mit dem Bau- und Liegenschaftsbetrieb NRW (BLB) herrsche, will die SPD im Juni zunächst alle Beteiligten wieder an einen Tisch bringen. „Offenbar ist die Baumaßnahme auf dem großen Stapel der vom BLB noch zu erledigenden Maßnahmen nach unten gerutscht, nachdem das Projekt schon einmal ganz oben auf dem Stapel lag“, vermutet Thomas Stotko. „Es geht nicht um Verschönerungsmaßnahmen, sondern allein darum, die Grundvoraussetzungen zu schaffen, um in diesem Gebäude überhaupt arbeiten zu können“, sagt Andreas Bialas. Ob Sanierung bei laufendem Betrieb, zeitweiliger Umzug in ein Ersatzgebäude oder der dauerhafte Auszug – es müsse endlich eine Entscheidung gefällt werden.     ab
 

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