33 Teams traten beim Badewannenrennen im Sprockhöveler Freibad gegeneinander an.

33 Teams traten beim Badewannenrennen im Sprockhöveler Freibad gegeneinander an.
Das Team der „Bratwanne“ wurde von der Kinderjury für das beste Kostüm ausgezeichnet.

Das Team der „Bratwanne“ wurde von der Kinderjury für das beste Kostüm ausgezeichnet.

Anna Schwartz

Das Team der „Bratwanne“ wurde von der Kinderjury für das beste Kostüm ausgezeichnet.

Niedersprockhövel. Auf eins konnten sich die Organisatoren des Fördervereins des Sprockhöveler Freibades (FFS) bei ihren Badewannenrennen auch bei der fünften Auflage verlassen. Zum einen auf die für so einen Wettkampf nötigen sommerliche Temperaturen, zum anderen auf begeisterte auf Spaß eingestimmte Besucher.

Rund 400 der 675 Badegäste hielten sich auf der Tribüne der Schwimmbeckens auf, in der die Wettkämpfe stattfan-den. Mit Namen wie „Fire-Dragons“ und „Fire-Devils“, die das örtliche (Freiwillige) Feuerwehr der Stadt vertraten, oder aber „Schwimmende Bierfässer“ und „Lady-Kracher“ kämpften die 33-Teams mit ebenso eigens ausgewählten Schlachtrufen und selbstgebastelten Kostümen um den Sieg, für den es neben Ruhm auch Gutscheine örtlicher Gastronomen und Händler gab.

Sieger hatten sich erst kurzfristig zur Teilnahme entschlossen

Ausgerechnet das Siegerteam „In letzter Sekunde überredet“ war mit blauem T-Shirt am simpelsten kostümiert. Dabei verzichteten die beiden Grünen-Politiker der Stadt, Alexander Karsten und Matthias Chantrain, sogar auf ihre Parteifarben und mussten sich deshalb einige Sprüche anhören. „Natürlich stand der Spaß immer im Vordergrund. Aller-dings merkte man am Ende natürlich den sportlichen Ehrgeiz“, sagte Alexander Karsten, der die Veranstaltung nur von der Tribüne aus beobachten wollte. Wenigstens sollte sich der christliche Spruch „Die letzten werden die ersten sein“ bewahrheiten, den Moderator Ulrich Pätzold-Jäger bei einem der Vorrennen dem am Be-ckenrand als Helfer tätigen Pfarrer und Vorsitzenden des evangelischen Presbyteriums, Arne Stolorz, zugerufen hatte.

Zu den Besuchern gehörte auch Bürgermeister Ulrich Winkelmann. In seiner Begrüßungsrede dankte er den Organisatoren, der DLRG, der ZGS und den Helfern um die Bademeister, anschließend genoss er die Veranstaltung privat.

Über die Kostüme urteilte eine Kinder-Jugend-Jury, die wie üblich im Freibad zusammengestellt wurde. Ihrer Meinung nach hatte das Team „Bratwanne“ von Suna Beckers und ihrem Freund Lucas Eyl die Nase vorne. Die beiden hatten mit ihren weißen Koch-Kostümen sicherlich nicht die buntesten und schrillsten Outfits, sorgten aber in der Badewanne für reichlich Spaß, den die Kinder wohl besonders honoriert haben dürften.

Begeistert äußerte sich Teilnehmerin Inga Schröder: „Ich war letztes Jahr schon als Zuschauer da, da war ich so begeistert, dass ich heute unbedingt mitmachen wollte.“ Die Dortmunderin bekam durch ihre Freundin Barbara Reinshagen vom FFS-Vorstand Thomas Wippermann an ihre Seite gestellt. Im ersten Rennen war das Kurzzeit-Duo sogar erfolgreich, musste sich am Ende aber dann doch geschlagen geben. Den größten Applaus gab es immer wieder, wenn eine Badewanne mit Wasser voll lief, das Team aber noch bis zum Ziel paddelte.

Sichtlich zufrieden war Marcel Beckers, Chef des Fördervereins: „Das Badewannenrennen hat sich in der Stadt toll als Event etabliert. Den Spaß sieht man den Menschen ja an.“ Er scheint den Deal mit dem Petrus gesichert zu haben: Beckers sagte das Wetter schon vor Wochen heraus.

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