Belastung für die Stadt steigt aber weniger stark als in NRW. 2025 etwa 40 Millionen Euro im Jahr.

SYB Beamte
Wuppertal muss für seine etwa 1000 Beamten im Jahr 2025 etwa 40 Millionen Euro Pensionslasten stemmen.

Wuppertal muss für seine etwa 1000 Beamten im Jahr 2025 etwa 40 Millionen Euro Pensionslasten stemmen.

dpa

Wuppertal muss für seine etwa 1000 Beamten im Jahr 2025 etwa 40 Millionen Euro Pensionslasten stemmen.

Wuppertal. Die Stadt Wuppertal wird in den nächsten Jahren mehr Geld einsetzen müssen, um die Pensionen ihrer Beamten im Ruhestand zahlen zu können. Das bestätigte Kämmerer Johannes Slawig auf Anfrage der WZ.

Seiner Auskunft nach wurden 2010 etwa 25 Millionen Euro an Pensionen für die zirka 1000 Wuppertaler Beamten im Ruhestand gezahlt. Nach einem bereits 2005 erstellten Bericht der Stadt für den Anstieg der Pensionslasten, geht Slawig davon aus, dass die Pensionslasten im Jahr 2025 etwa 40 Millionen Euro betragen – Tendenz steigend

Die Schätzung des Wuppertaler Kämmerers entspricht auch der Hochrechnung des Bundes der Steuerzahler, der eine „riesige Pensionslawine“ auf die öffentlichen Haushalte zurollen sieht.

„Ein Gegensteuern ist nicht möglich.“

Johannes Slawig, Kämmerer, zu Entwicklung der Wuppertaler Pensionslasten

Verbandspräsident Karl Heinz Däke hatte erklärt: „Wenn die Politik sich nicht an die Privilegien traut, drohen Steuererhöhung zur Finanzierung der immer schwerer werdenden Pensionslasten.“

Slawig teilt zwar die Einschätzung, dass die Pensionslasten erheblich steigen werden, sieht aber keinen Ausweg: „Kurzfristig ist da nichts zu machen. Insbesondere Städte wie Wuppertal, die ohnehin unter einer angespannten Haushaltslage leiden, haben keine Möglichkeit, etwa einen Kapitalstock aufzubauen, um für die Pensionen vorzusorgen.“ Zudem macht Slawig klar, dass Wuppertal nicht so schlimm wie etwa das Land NRW betroffen sein wird. Der Wuppertaler Haushalt hat ein Volumen von etwa 1,1 Milliarden Euro. „Die Pensionslasten sind nicht unser dringlichstes Problem“, meint Slawig

Im Rahmen des kommunalen Finanzmanagements sind in der Bilanz der Stadt derzeit 540 Millionen an Rückstellungen für eben diese Pensionslasten verbucht. Diese Summe wird jedoch nicht auf einmal ausgezahlt.

Etwa 1000 Beamte hat die Stadt im aktiven Dienst

1000 Beamte hat Wuppertal derzeit im aktiven Dienst, die laut Slawig zurzeit zirka 45 Millionen Euro an Bezügen erhalten. Auch diese Mitarbeiter werden irgendwann in den Ruhestand wechseln und dann Pensionen bekommen. Durch zu erwartende tarifliche Gehaltssteigerungen und eine längere Lebenserwartung ist trotz des Wuppertaler Sparpakets, das in Zukunft weniger städtisches Personal vorsieht, laut Slawig deswegen nicht damit zu rechnen, dass die Pensionslasten eines Tages wieder merklich sinken könnten.

„Ein Gegensteuern ist nicht möglich“, konstatiert der Kämmerer, der aber zugleich einräumt, dass auf lange Sicht etwas geschehen müsse. Sein Fazit ist jedoch pessimistisch: „Jetzt, auf die Schnelle, lässt sich kein Kapitalstock mehr aufbauen.“ Bisherige Bemühungen des Bundes, Rücklagen für die Beamten-Pensionen zu bilden, bezeichnete der Kämmerer als absolut unzureichend.