Twitter-Bewerbung für Gremium der Bürgerbeteiligung.

Noch bis zum 21. Januar können sich Wuppertaler für den Beirat für Bürgerbeteiligung bewerben. Fünf Plätze für Bürger gibt es in dem Gremium aus 25 Mitgliedern, das dafür sorgen soll, dass die erarbeiteten Leitlinien für Bürgerbeteiligung verankert werden, und das Ansprechpartner bei Beteiligungsprozesse sein soll. Für einen dieser Plätze hat sich via Twitter auch Panagiotis Paschalis beworben.

Paschalis war bis Juni 2017 als Beigeordneter oberster Chef der Bürgerbeteiligung. Dann wurde er vom Rat abgewählt. Auf WZ-Nachfrage versichert er, mit der Bewerbung sei es ihm ernst: „Ich stehe hinter der Bürgerbeteiligung.“ In seiner Vergangenheit als Beigeordneter für diesen Bereich sieht er kein Problem. Er sei Bürger Wuppertals.

Genauso sieht es auch die Stadt: „Er ist ein normaler Bürger der Stadt“, sagt Stadtsprecherin Ulrike Schmidt-Keßler. Es dürfe kein Nachteil sein, dass sich jemand mal professionell mit Bürgerbeteiligung beschäftigt habe. Es könne sich zum Beispiel auch ein Universitätsprofessor bewerben, der darüber geforscht hat.

Die Stabsstelle Bürgerbeteiligung hat Paschalis bei Twitter für die Bewerbung gedankt: „Wir haben Sie zur Liste der Interessenten für den Beirat für Bürgerbeteiligung aufgenommen.“ Fast 80 Bürger hätten sich schon beworben. Wer in den Beirat zieht, wird im Februar ausgelost.

Paschalis, der auf Twitter regelmäßig Nachrichten zur Bürgerbeteiligung kommentiert, will sich auch weiter mit diesem Bereich beschäftigen; „Ich habe viel Erfahrung.“ Die will er weitergeben – in Vorträgen, bei Lehraufträgen und Veröffentlichungen. Zudem läuft noch seine Klage gegen seine Abwahl. „Ich kämpfe um meinen Arbeitsplatz“, sagt er und betont: „Ich stehe der Stadt zur Verfügung.“

Wer sich auch bewerben will, kann sich per Post, Mail, Telefon oder persönlich melden. Infos auf: kati

wuppertal.de/microsite/ buergerbeteiligung/index.php

Leserkommentare


() Registrierte Nutzer