Der Wuppertaler Christian Stüben erstellt Kugelpanoramen – Fotos, die Stadtteile oder Gebäude in einer 360 Grad-Ansicht zeigen.

Der Alte Markt in Barmen aus einer völlig ungewohnten Perspektive: Das Kugelpanorama macht’s möglich.
Der Alte Markt in Barmen aus einer völlig ungewohnten Perspektive: Das Kugelpanorama macht’s möglich.

Der Alte Markt in Barmen aus einer völlig ungewohnten Perspektive: Das Kugelpanorama macht’s möglich.

Der Alte Markt in Barmen aus einer völlig ungewohnten Perspektive: Das Kugelpanorama macht’s möglich.

Christian Stüben/Uwe Schinkel, Bild 1 von 2

Der Alte Markt in Barmen aus einer völlig ungewohnten Perspektive: Das Kugelpanorama macht’s möglich.

Wuppertal. Um die Bergische Synagoge oder den Bunker am Brausenwerth zu besichtigen, muss man nicht die Wohnung verlassen. Denn im Internet gibt es nicht nur Bilder, sondern es können virtuelle Rundgänge unternommen werden. Interessierte können sich per Mausblick die Bunkergewölbe klicken und Bilder in den Gängen der Synagoge anschauen.

Die Bilder erfassen 360 Grad vom Boden bis zum Zenit

Geschossen hat diese Bilder Christian Stüben (Foto: Uwe Schinkel). Der Fotograf erstellt sogenannte Kugelpanoramen. „Die Bilder erfassen 360 Grad vom Boden bis zum Zenit. Am Computer kann man das Bild hinterher drehen, als stünde man selbst dort“, erklärt Stüben.

Das sogenannte Fischaugenobjektiv hat einen sehr großen Bildwinkel, außerdem werden Abstände originalgetreuer abgebildet, wirken dadurch aber leicht verzerrt.

„Man kann mit einem Mausklick den nächsten Raum erreichen und sich umsehen – ganz bequem vom Bürostuhl aus.“

Christian Stüben, Fotograf

Für den Rundumblick macht Stüben ein bis drei Bilder pro Himmelsrichtung, die erst am Computer zum Gesamtbild werden. Neben der Synagoge hat Stüben viele andere kirchliche Bauwerke in Wuppertal fotografiert, auch vom letzten Feuertal-Festival hat er Panoramen erstellt.

Innenräume von Geschäften – für Google fotografiert

Seit letztem Jahr fotografiert er auch Innenräume von Geschäften – für Google. Der Internetkonzern bietet Geschäften die Möglichkeit, ihren Internetauftritt um die Panoramen zu ergänzen. Die „Google Business Photos“ dürfen nur von speziell zertifizierten Fotografen gemacht werden. „Man muss sehr viel beachten“, so Stüben. „Die Abstände zwischen den einzelnen Kamerastandpunkten müssen stimmen und kein Winkel darf übersehen werden.“ Bis zu 700 Bilder muss Stüben am Computer zusammenfügen. „Am Ende kann man dann nur mit einem Mausklick den nächsten Raum erreichen und sich in Ruhe überall umsehen – ganz bequem vom Bürostuhl aus.“

Stüben ist Mitglied der Bergischen Kunstgenossenschaft. Er hat eine ganze Reihe kirchlicher Bauten in Wuppertal als Panorama abgebildet. „Wuppertal Sakral“ heißt die Fotostrecke.

Auch wenn Google die Inhalte vermarktet, müssen die Geschäfte selbst die „Business Photos“ erstellen lassen. Weitere Infos, Bilder und Kontakt:

360.haifischbar.de

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