Vor dem Opernhaus wird am Sonntag gegen das Diktat aus Düsseldorf demonstriert.

Wuppertal. Vom runderneuerten Döppersberg auf die Nordbahntrasse und dann vorbei an vergitterten Stadtteilen, hinter denen der Bürgerkrieg tobt. Eine solche filmreife Szenerie sieht Thomas Weyland vom Unternehmerverein Nordstadt voraus, falls die Landesregierung auf ihrem Kurs bleibt und weiterhin die Kommunalpolitik knebelt.

Nachdem Städte im nördlichen Ruhrgebiet bereits im Dezember eine Verfassungsbeschwerde wegen Benachteiligung eingereicht haben, macht nun auch Wuppertal mobil. Am Sonntag um 10 Uhr findet vor dem Opernhaus eine große Demonstration statt. Sie richtet sich an den Ministerpräsidenten, dem zugleich der Zorn wegen seines defensiven Verhaltens gilt. Rüttgers, der sein Erscheinen zur Eröffnung des Opernhauses absagte, entziehe sich der Stellungnahme, sagt Weyland. Die Auffassung wird auf breiter Basis geteilt.

Zu einem zivilgesellschaftlichen Widerstand ruft Verdi-Geschäftsführer Dietmar Bell (SPD) auf und erhält Unterstützung von Bürgermeister Lorenz Bahr (Die Grünen). Beide betonen, dass es nicht um parteipolitischen Protest gehe, sondern im Interesse der Zukunft Wuppertals um eine breite Aufstellung gehe. Wer die Resolution "Leben für unsere Stadtteile" unterzeichnen möchte, kann dies auch im Internet tun.

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