Ab Mitte November soll der lokale Internet-Marktplatz für den Einzelhandel starten.

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Christiane ten Eicken leitet das Projekt Online City. Etliche Händler schließen sich ihr an.

Christiane ten Eicken leitet das Projekt Online City. Etliche Händler schließen sich ihr an.

Andreas Fischer

Christiane ten Eicken leitet das Projekt Online City. Etliche Händler schließen sich ihr an.

Wuppertal. Wer gern online einkauft, eigentlich aber auch den heimischen Handel dabei berücksichtigen möchte, der kann aller Voraussicht nach ab Mitte November beide Anliegen unter einen Hut kriegen. Denn dann startet die Online City Wuppertal. Voraussetzung ist, dass bis dahin 20 Wuppertaler Händler mitmachen. Etwa zehn Einzelhändler haben bereits fest zugesagt.

Das erklärte jetzt Christiane ten Eicken von der Wuppertaler Wirtschaftsförderung. Sie leitet das Projekt, bei dem die Westdeutsche Zeitung Medienpartner ist.

Insgesamt will die Online City den scheinbaren Widerspruch zwischen stationärem Handel und Onlinehandel aufbrechen. Dabei punktet Wuppertal mit einer Besonderheit, die selbst Anbieter wie Amazon derzeit noch nicht leisten. Ein Wuppertaler Kunde, der in dem Online-Shop einkauft, kann die Ware noch am gleichen Tag für 5,95 Euro geliefert bekommen. „Same-Day-Delivery“ heißt das im Fachjargon.

Und einen Aufpreis stellt die Zustellung am gleichen Tag nicht dar. Wer die Produkte nicht selbst abholt, sondern geliefert haben möchte, zahlt in jedem Fall die 5,95 Euro. Grundsätzlich können die Kunden die Ware aber auch selbst abholen, online auch einen Termin dafür oder beispielsweise eine zusätzliche Beratung vereinbaren.

Händlern entstehen Kosten erst beim Verkauf

Bislang reicht das Angebot von Wein über hochwertigen Schreibbedarf bis zu kleinen Perlen, Schmuck, Textilien und Naschereien. Christiane ten Eicken: „Teilnehmer sind bislang vorrangig inhabergeführte kleine Geschäfte, aber eben auch auch große Anbieter.“

Ziel ist es, einen Online-Shop für die ganze Stadt zu eröffnen. Dazu gehört auch eine stationäre Verankerung in der Rathaus Galerie. Zwischen 500 und gut 1000 Quadratmeter sollen dort im Lauf des kommenden Jahres angemietet werden.
 

Dort können Wuppertaler Händler ihre Produkte präsentieren und dort soll eine zentrale Service-, Abhol- und Rückgabestelle eingerichtet werden. Wer also zum Beispiel in der Online City im Netz bestellt, kann die verschiedenen Dinge an diese Zentrale Stelle bringen lassen und dort auf Wunsch selbst abholen.
 

Händler, die Interesse an der Online City haben, melden sich per Mail bei Christiane ten Eicken: teneicken@oc-wuppertal.de
 

Eleonor Putty von Bürobedarf Illert ist mit von der Partie: „Das Projekt ist für mich schon jetzt eine absolute Bereicherung“, sagt sie. Und Peter Bothmann vom Boda Weinshop findet es sehr gut, „dass wir die geballte Qualität unserer Handelsmetropole Wuppertal nun mit dem Online-Marktplatz in eine zeitgerechte und moderne Form der Präsentation packen können.“

Einen wichtigen Vorteil für die Händler erklärt Christiane ten Eicken so: Zunächst entsteht nur ein wenig Aufwand. Kosten sind erst fällig, wenn Kunden auch kaufen und das Unternehmen Atalando die Zustellung übernimmt.

 

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