Die Lebenshilfe reagiert auf Pläne der Stadt.

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Das Kinderkurheim soll an die Caritas Osnabrück verkauft werden.

Das Kinderkurheim soll an die Caritas Osnabrück verkauft werden.

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Das Kinderkurheim soll an die Caritas Osnabrück verkauft werden.

Wuppertal. Mit einem Offenen Brief an Oberbürgermeister Peter Jung reagiert die Lebenshilfe auf die Ankündigung der Stadt, das Kinderkurheim auf Norderney an die Caritas Osnabrück zu verkaufen. Wie berichtet, wird Jung das dem Werksausschuss Gebäudemanagement Ende des Monats vorschlagen.

Die Lebenshilfe habe das "Haus Wuppertal" für rund 1,6 Millionen Euro mit großem Aufwand renoviert und zehn Jahre lang die Unterhaltskosten getragen, heißt es in dem Schreiben. "Es ist für uns nur schwer nachvollziehbar, dass die hohen Investitionen (. . . ) bei der Veräußerung der Immobilie keine Rolle gespielt haben", so die Lebenshilfe. Der Verein bedaure sehr, dass der vor der öffentlichen Ausschreibung angebotene Kaufpreis von 1,5 Millionen Euro zahlbar in 10 Jahresraten nicht gereicht hat.

Mit Blick auf die Haushaltssituation sei die Stadt zur Haushaltstilgung verpflichtet und müsse ungenutzte Gebäude veräußern, so Sprecherin Martina Eckermann. Den Kaufpreis in Jahresraten hätte die Stadt nicht annehmen dürfen. Außerdem sei gegenüber der Stadt immer von Investitionskosten in Höhe von 1,5 Millionen DM die Rede gewesen. Erneut wies die Stadt darauf hin, dass die Lebenshilfe das Haus sieben Jahre lang mietfrei genutzt und drei Jahre nur eine symbolische Miete gezahlt habe. Außerdem sei das Haus auch an zahlende Tagungsgäste vermietet worden und sei nicht ausschließlich als Behindertenhotel genutzt worden. nd

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