Die CDU muss sparen. Die SPD kann für ihren Wahlkampf mehr als 60.000 Euro ausgeben.

OB Peter Jung
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Andreas Mucke, tritt gegen OB Jung an.

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OB Peter Jung

Wuppertal. In gut neun Monaten wählt Wuppertal einen neuen Oberbürgermeister. Oder es wählt den alten. Das hängt nicht zuletzt von der Qualität des Wahlkampfes in den Monaten zuvor ab. Und wenn sich die Qualität am Füllstand der Wahlkampfkassen bemessen sollte, dann stehen die Zeichen auf Machtwechsel. Die CDU kocht auf Sparflamme, während die SPD mit einem Leuchtfeuer durchs Tal ziehen kann.

Wie es bei Grünen und FDP aussieht, hängt nicht zuletzt davon ab, ob sich die Oppositionsparteien auf einen gemeinsamen Kandidaten für die Wahl am 13. September verständigen können. „Daran wird sich unser Budget bemessen“, sagt Marc Schulz von den Grünen.

CDU-Chef Spiecker kündigt kaufmännische Vorsicht an

Zumindest in dieser Frage haben CDU und SPD Klarheit. Die Christdemokraten gehen mit Amtsträger Peter Jung ins Rennen. Die SPD wird in zwei Wochen Andreas Mucke nominieren. Und dann dauert es sicher auch nicht mehr sehr lange, bis der Wahlkampf Fahrt aufnimmt.

„Einen endgültigen Finanzplan haben wir noch nicht“, sagt CDU-Chef Rainer Spiecker. „Aber wir können keinen Wahlkampf machen wie die Sozialdemokraten.“

Die CDU zahlt immer noch Schulden ab, die in heißen Wahlkämpfen der 1990er Jahre entstanden sind. Damals war die SPD in Wuppertal am Ruder und die CDU setzte alles daran, das Rathaus zu erobern. Die Wahl ging verloren und ließ ein Loch in der Kasse zurück. „Ich mache nur, was ich machen kann“, sagt Spiecker und kündigt kaufmännisch-vorsichtiges Verhalten an. Die Werbung für Peter Jung wird aus Mitgliedsbeiträgen finanziert und aus Spenden. Wie hoch das Budget sein wird, ist völlig offen.

Wesentlich konkreter sind die Planungen von Dietmar Bell. Der Wuppertaler SPD-Chef will seinem Unterbezirksvorstand am Montag vorschlagen, mit einem Budget von 60.000 Euro in den Wahlkampf für Andreas Mucke zu gehen. „Dazu kommen Spenden“, sagt Bell. Deren Höhe kann er naturgemäß noch nicht beziffern. „Die hängt vom Konzept und vom Kandidaten ab.“

2009 hatten SPD-Freunde Bells Wahlkampf gegen Jung übrigens mit 40.000 Euro unterstützt. „Aber das war schon ungewöhnlich viel.“

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