Stadt und Wuppertal Bewegung wollen nun eine Gesellschaft gründen.

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Am Bahnhof Wichlinghausen wird schon fleißig gewerkelt. Dort macht die Wuppertal Bewegung alles selbst, braucht also keine Fördergelder.

Am Bahnhof Wichlinghausen wird schon fleißig gewerkelt. Dort macht die Wuppertal Bewegung alles selbst, braucht also keine Fördergelder.

Andreas Fischer

Am Bahnhof Wichlinghausen wird schon fleißig gewerkelt. Dort macht die Wuppertal Bewegung alles selbst, braucht also keine Fördergelder.

Wuppertal. Die Wuppertaler Stadtspitze und die Vertreter der Wuppertal Bewegung haben vereinbart, eine gemeinsame Gesellschaft zu gründen, um den Bau der Nordbahntrasse zu realisieren. Oberbürgermeister Peter Jung und Kämmerer Johannes Slawig sollen ebenso Gesellschaftsvertreter sein, wie Carsten Gerhard und Olaf Nagel von der Bewegung.

Ziel dieser neuen Gesellschaft, die noch keinen Namen hat aber etwa "Trassengesellschaft" heißen könnte, ist es, in Zukunft abgestimmter zu planen und dementsprechend leichter die vielen Hürden beim Bau der Nordbahntrasse zu nehmen. Die Gesellschaftsform steht noch nicht fest.

Apropos Hürden: Der von der Wuppertal Bewegung favorisierte vorzeitige Baubeginn der Trasse, um am 13.September den Schimanowski-Lauf zu veranstalten, wird nach Einschätzung der Stadt nicht möglich sein. Die Anforderungen der Bezirksregierung seien sehr hoch, teilte Carsten Gerhard mit.

Zudem, so Oberbürgermeister Peter Jung, sei das Projekt extrem komplex. Die Stadt hat jedoch zugesagt, in der nächsten Woche Kontakt mit der Bezirksregierung aufzunehmen, damit die Trasse wenigstens so hergerichtet werden kann, damit der Lauf am 13. September noch möglich ist. "Wir möchten ein mit dem Umweltschutz abgestimmtes Verfahren, so dass alle Belange berücksichtigt werden", sagte Gerhard.

Gegenwind kommt jedoch erneut von den Umweltschützern. Die Wuppertaler LNU-Verbände sprechen sich in einer Stellungnahme vehement gegen einen frühzeitigen Trassenbau aus. In einem Brief fürchten die Umweltschützer, dass erhaltenswerte Lebensräume und Arten beeinträchtigt werden könnten. Zudem sei eine positive Umweltbilanz der Trasse nicht zu erwarten, schreibt Martin Lücke an die Stadt Wuppertal. Der Trassenausbau führe zu einer "Beunruhigung der Tierwelt". Lücke moniert auch, dass die Bedeutung der "begleitenden Felshänge" als Geotope und botanische Sonderstandorte bisher noch nicht angesprochen wurde.

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