Die Stadt geht davon aus, bis zum Herbst dieses Jahres ein weiteres Stück des Rad- und Wanderwegs fertig zu stellen. Im März soll der große Zeitplan für das Bauprogramm bis 2013 stehen.

Weiterbau
Auch im Winter beliebt für Freizeit-Vergnügen: Renate Kapauke (58) und Carmen Gluch (55, rechts) walken auf dem fertigen Trassen-Teilstück nahe des Loher Bahnhofs. (Foto: Uwe Schinkel)

Auch im Winter beliebt für Freizeit-Vergnügen: Renate Kapauke (58) und Carmen Gluch (55, rechts) walken auf dem fertigen Trassen-Teilstück nahe des Loher Bahnhofs. (Foto: Uwe Schinkel)

Auch im Winter beliebt für Freizeit-Vergnügen: Renate Kapauke (58) und Carmen Gluch (55, rechts) walken auf dem fertigen Trassen-Teilstück nahe des Loher Bahnhofs. (Foto: Uwe Schinkel)

Wuppertal. Tauwetter auf der Nordbahntrasse? Nach eisigen Auseinandersetzungen zwischen der Wuppertalbewegung und der Stadt im vergangenen Jahr soll 2011 ein weiteres Stück Nordbahntrasse in Betrieb genommen werden. Wie lang es im Anschluss ans bestehende Zwei-Kilometer-Stück zwischen Barmen und Elberfeld bis Herbst genau wird, lasse sich derzeit aber noch nicht sagen, erklärt Bau- und Verkehrsdezernent Frank Meyer auf WZ-Nachfrage. „Ab April wird es auf der Trasse weitergehen.“

Die Innen- und Außenstrecken sollen in zwei Jahren fertig sein

Die Stadt will Ende Februar / Anfang März einen offiziellen Bauzeitenplan vorstellen: 2013 wolle man den Weg in Zusammenarbeit mit der Wuppertalbewegung und unter Berücksichtigung aller Vorgaben komplett fertig und das Thema damit dann für die nächsten 20 Jahre vom Tisch haben.

2013 ist Zielmarke sowohl für den innerstädtischen als auch den außerstädtischen Teil der Trasse – mit Anbindung ins Ruhrgebiet im Osten und ins Rheinland im Westen. Und genau hier hakt es nach wie vor: Während die Stadt von der Wuppertalbewegung den erforderlichen Eigenkapitalnachweis für die beiden Außenbereiche verlangt, sieht die Bewegung die Stadt bei der Abrechnung des bereits gebauten Teilstücks in der Pflicht: Immer noch seien daraus gut 400 000 Euro strittig, mit denen man beim Bau in Vorkasse getreten sei. Mit Auszahlung dieses Fördergeldes stehe und falle der geforderte Eigenkapitalnachweis, erklärt der Vorsitzende der Wuppertalbewegung, Carsten Gerhardt, auf WZ-Nachfrage.

Nach dem Winter geht es – im Anschluss an den 2010 eingeweihten Abschnitt – zunächst an vorbereitende Arbeiten, die der zweite Arbeitsmarkt erledigt. Den Anfang machen Freischnitt- und Aufräumarbeiten, bevor sich Firmen des ersten Arbeitsmarktes um den Wegebau kümmern.

Für 2011 hält die Wuppertalbewegung drei Bauabschnitte für realistisch: Der vom Ottenbruch bis Mirke gehört ebenso dazu wie der zwischen dem Rotter Tunnel und dem Steinweg sowie der Weg vom Heubruch bis zum Wichlinghauser Bahnhof.

„Darf’s ein bisschen Trasse mehr sein?“ , fragt der Allgemeine Deutsche Fahrradclub (ADFC) mit Blick auf den Trassenverbund – und hat gute Nachrichten: In den Nachbarstädten werde unter Hochdruck daran gearbeitet, die Trassen in Wuppertal, Solingen und Niederberg zu verbinden. Im September beteiligte sich der ADFC an Gesprächen zu Routen zur Anbindung der Niederbergbahn, der Korkenzieherbahn und der Nordbahntrasse.

Bereits ab Mai sollen Etappen wie der Bogen vom Wibbelrather Weg aus Richtung Korkenziehertrassen-Radweg nutzbar sein. Auch die Stadt Haan wird angeschlossen – über die ehemalige Straßenbahntrasse der Linie V, mit gut 1400 Meter zusätzlichen Bahntrassen-Radweg. Nach Angaben des ADFC wird die Niederbergbahn mit Anbindung nach Haan und zur Korkenziehertrasse am 16. Juli eröffnet. „Aber mit großer Wahrscheinlichkeit können wir alle Strecken schon ab Mai oder Juni in großen Teilen befahren“, berichtet der ADFC.

Gute Nachrichten gibt es unterdessen zum Radwegeverbund (siehe Info-Kasten). Er wird im Sommer erweitert.