Am WZ-Mobil ging es um die Entwicklung in Elberfeld.

Am WZ-Mobil ging es um die Entwicklung in Elberfeld.
Der Laurentiusplatz hat mittlerweile richtig südländisches Flair. Archiv

Der Laurentiusplatz hat mittlerweile richtig südländisches Flair. Archiv

Stefan Fries

Der Laurentiusplatz hat mittlerweile richtig südländisches Flair. Archiv

In der öffentlichen Wahrnehmung scheint sich das Viertel am und rund um den Laurentiusplatz zu einem Ort der Erholung und des Miteinanders entwickelt zu haben. Der Innenstadtbereich um Wall, Herzog- und Poststraße scheinen hingegen an Attraktivität eingebüßt zu haben.

Das mediterrane Flair am „Laurenz“, der von hübschen Cafés gesäumt ist, steht der eher sachlichen Innenstadtatmosphäre gegenüber. Anziehungspunkt in Elberfeld scheint nicht die Königsallee – so die Idee der Umgestaltung des Wall-Umfeldes – zu werden, sondern der Königsplatz, so der frühere Name des Laurentiusplatzes. Wie Bürger die Entwicklung beurteilen, sagten sie beim WZ-Mobil.

Ralf Rosenau, der den Wohlfühlfaktor am Laurentiusplatz schätzt, sagt: „Obwohl man in der Stadt ist, gibt es hier 36 Linden. In dieser Art könnte man auch den Karlsplatz umgestalten und weitere öffentliche Plätze schaffen.“ Das sei auch gut für die Umwelt. Zudem könne der Bereich um den Platz verkehrsberuhigt werden.

Petra Klein fände es auch sinnvoll, wenn das Luisenviertel autofrei wäre: „Ebenso würde ich eine Auslagerung der Glascontainer begrüßen. Im Stadtgebiet sollten mehr Plätze, allerdings ohne Verzehrzwang, angelegt werden.“ Durch die bestehende Verkehrsregelung am Wall sei dieser Bereich akzeptabel, auch wenn zu wenig inhabergeführte Geschäfte dort seien.

Sonja Reich sieht die Innenstadt durch den Bahnhofsumbau gefährdet: „Das wird die City über kurz oder lang überflüssig machen. Außerdem würde ich mir mehr verkaufsoffene Sonntage und mehr öffentliche Plätze mit Begrünung wünschen.“

Mali Matthäs sagt: „Wuppertal ist nicht so schlecht wie sein Ruf, besonders wenn man auch mal an den wunderbaren Häusern hochschaut.“ Dem Flair am Laurentiusplatz stünden in der Innenstadt viele Imbissbuden und Billiggeschäfte gegenüber: Darauf müsse die Stadt mehr einwirken.

Sandra Kowalski möchte mehr Plätze im „Laurentius-Stil“ haben: „Überhaupt sollte es viel grüner in der Stadt sein. Während das Luisenviertel retro ist, passt der Rest für die Innenstadt gut.“ Sara Weil gefällt es im Luisenviertel besser: „Das wirkt alles einfach eleganter als die Geschäfte in der Innenstadt.“ Zu viele Kleiderständer vor den Läden zerstörten die Atmosphäre und senkten das Niveau. „Ansonsten reichen mir die Begrünungen und Sitzgelegenheiten im Stadtbereich.“

Annemarie Rung findet es traurig, dass viele Geschäfte geschlossen haben: „Dadurch verliert die Innenstadt ihren Reiz, und durch die Geschäftsauswahl geht das Flair verloren. Man muss wieder mehr attraktivere Geschäfte ansiedeln.“ Das Luisenviertel habe sich wesentlich besser entwickelt mit seinen netten Lokalen und Cafés. Sie vermisse zur Zeitorientierung jedoch eine große Uhr an der Kirche.

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