Die WSW kommen mit der neuen Wagengeneration nicht voran. Wuppertal muss mindestens bis Oktober 2015 auf die erste neue Bahn warten.

In etwa so soll es aussehen, wenn die neuen Züge der Schwebebahn über der Talachse im Einsatz sind. Doch bis es soweit ist, brauchen die Wuppertaler noch viel Geduld.  Archiv-Fotomontage: Wuppertaler Stadtwerke
In etwa so soll es aussehen, wenn die neuen Züge der Schwebebahn über der Talachse im Einsatz sind. Doch bis es soweit ist, brauchen die Wuppertaler noch viel Geduld. Archiv-Fotomontage: Wuppertaler Stadtwerke

In etwa so soll es aussehen, wenn die neuen Züge der Schwebebahn über der Talachse im Einsatz sind. Doch bis es soweit ist, brauchen die Wuppertaler noch viel Geduld. Archiv-Fotomontage: Wuppertaler Stadtwerke

NN

In etwa so soll es aussehen, wenn die neuen Züge der Schwebebahn über der Talachse im Einsatz sind. Doch bis es soweit ist, brauchen die Wuppertaler noch viel Geduld. Archiv-Fotomontage: Wuppertaler Stadtwerke

Wuppertal. Das Warten auf die neuen Schwebebahnwagen will kein Ende nehmen. Die Wuppertaler Stadtwerke kündigten die Auslieferung des ersten neuen Wagens nun für Oktober 2015 an. Grund sei, dass die Schwebebahn nun einmal einmalig sei und die neuen Wagen deshalb schwer zu bauen seien. Diese Begründung ist so alt wie die Pannenserie, die den Neubau des Verkehrsmittels in den vergangenen fast 20 Jahren begleitet hat.

Zunächst war die Auslieferung des ersten Waggons der neuen Serie für den Sommer dieses Jahres angekündigt worden. Diese Zusage mussten die Stadtwerke und das Düsseldorfer Unternehmen Vossloh Kiepe bereits im vergangenen Jahr zurückziehen.

Fast anderthalb Jahre später als vorgesehen

Die Düsseldorfer bauen die Wagen in ihrem Werk in Valencia. Dort hat sich nach Informationen der WZ der zuständige Geschäftsführer der WSW, Ulrich Jaeger, vor wenigen Wochen umgetan. Vermutlich ist er mit der Erkenntnis zurückgekehrt, dass auch der schon deutlich verschobene Termin nicht eingehalten werden kann. Bis Donnerstag haben die Stadtwerke diese Erkenntnis auf jeden Fall für sich behalten.

Nun also Oktober 2015, fast anderthalb Jahre später, als es die ursprüngliche Planung vorsah. „Das ist eben kein Verkehrsmittel von der Stange“, begründete der Sprecher der Stadtwerke, Holger Stephan, am Donnerstag die neuerliche schlechte Nachricht. Wirklich aufzuregen scheint das bei den Stadtwerken aber niemanden.

Der Zwei-Minuten-Takt soll die Talachse entlasten

Dabei drängt die Zeit. Die neue Schwebebahn soll dank eines moderneren Betriebssystems in der Lage sein, in einem Zwei-Minuten-Takt von Vohwinkel nach Oberbarmen und zurück zu fahren. Damit stiege die Kapazität des 110 Jahre alten Verkehrsmittels – so könnte die B 7 vom Individualverkehr entlastet werden.

Das ist umso notwendiger, als durch die Sperrung der Bundesallee im Zentrum Elberfelds die Umleitungsstrecken phasenweise stark belastet sind. Aber Entlastung durch die neue Schwebebahn gibt es nun frühestens Ende 2016.

Hinzu kommt, dass die aktuellen Schwebebahnen immer mehr Schwächen zeigten. Hier funktionieren Weichen nicht, dort sind Fahrzeuge defekt, wie Stephan bestätigt. Dann quält sich der Schwebebahnersatzverkehr in Bussen über die Talachse – und statt einer Entlastung wird diese zusätzlich verstopft.

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