Wer von einer "Türkisierung der B7" spricht, ist nicht mehr wählbar. Da mag Dr. Reimar Kroll auch beteuern, er habe die Bemerkung flapsig gemeint. Das macht den Auftritt eher noch schlimmer. Solch einen Spruch lässt man in einer Wahlversammlung nicht fallen, weil einem im Moment kein anderer Begriff eingefallen ist. Er ist skandalös und lässt eine verquere Gesinnung zumindest vermuten. Kroll stigmatisiert damit nicht nur Wuppertaler Bürger, sondern er verkennt auch, dass die Stadt ohne Türken noch viel älter aussähe.

Der Spitzenkandidat sollte sich nur einmal am Ölberg umsehen. Dort sind es türkische Familien, die marode Bausubstanz aufkaufen und sanieren. Beispiele dafür gibt es auch an der Talachse. Kroll muss sich bei den Türken der Stadt entschuldigen. Und die Wählergemeinschaft muss zeigen, ob sie zu politischen Konsequenzen in der Lage ist.

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