Eigentlich könnte hier fast der gleiche Kommentar stehen wie nach der Auftaktveranstaltung zum Radverkehrskonzept im April: Es war erneut eine gelungene Veranstaltung, die Resonanz übertraf sogar die bei der Premiere, es gab wieder zahlreiche konstruktive Vorschläge und teils kontroverse Diskussionen. Genau das, was Bürgerbeteiligung ausmachen sollte. Doch unter die löblichen mischten sich einige kritische Töne. Tenor: „Was nutzt all das Engagement, wenn das Konzept am Ende eh in der Schublade landet?“ Viele Teilnehmer haben die Sorge, dass die Umsetzung an der Finanzierung scheitern wird und/oder dem Widerstand in den politischen Gremien. Frank Meyers Aussage im Schlusswort, dass die Mittel der Stadt allzu begrenzt seien, dürfte das noch befeuern. Ebenso der Hinweis des Dezernenten, dass der Etat für den Radverkehr 20 000 Euro – richtig gelesen, hier fehlt keine 0 – beträgt. Die Stadt, also nicht Meyer allein, hat sich auf die Fahnen geschrieben, bis 2025 Fahrradstadt zu werden. Also muss sie dafür auch was tun. Und der Appell von OB Andreas Mucke in seiner Begrüßungsrede, dass alle zusammen anpacken müssen, gilt erst recht für die Ver- waltung als Ganzes und die Politik.

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