Mitarbeiter klagen über Übelkeit und Kopfschmerzen. Erste Maßnahme: Ab sofort soll häufiger gelüftet werden.

Blick in die neue Jobcenter-Geschäftsstelle an der Schwarzbach – hier ein Bild vom November 2013. Mittlerweile haben Mitarbeiter dort über Kopfschmerzen und Übelkeit geklagt.
Blick in die neue Jobcenter-Geschäftsstelle an der Schwarzbach – hier ein Bild vom November 2013. Mittlerweile haben Mitarbeiter dort über Kopfschmerzen und Übelkeit geklagt.

Blick in die neue Jobcenter-Geschäftsstelle an der Schwarzbach – hier ein Bild vom November 2013. Mittlerweile haben Mitarbeiter dort über Kopfschmerzen und Übelkeit geklagt.

Andreas Fischer

Blick in die neue Jobcenter-Geschäftsstelle an der Schwarzbach – hier ein Bild vom November 2013. Mittlerweile haben Mitarbeiter dort über Kopfschmerzen und Übelkeit geklagt.

Wuppertal. Aufregung im Jobcenter: Die frisch sanierte und Ende November eröffnete Filiale im Luhns-Gebäude in Oberbarmen ist mit Schadstoffen belastet. Das haben Messungen eines Gutachters ergeben. Anlass für die Untersuchung waren Beschwerden der Mitarbeiter. Sie hatten vereinzelt über Übelkeit und Kopfschmerzen geklagt.

Die Ergebnisse der Messung wurden am Montag den rund 55 Mitarbeitern vorgestellt. „Es geht um zwei unterschiedliche Stoffe“, sagt Andreas Kletzander, Vorstandsmitglied des Jobcenters. Zum einen seien Reststoffe von Teer gefunden worden, zum anderen Ausdünstungen des Styropors aus den Zwischenwänden. „Es gibt zwei Grenzwerte, einen unteren und einen oberen. Und der untere ist in beiden Fällen überschritten“, sagt Andreas Kletzander.

„Wenn die Werte nicht runtergehen, muss der Vermieter baulich aktiv werden.“

Andreas Kletzander, Vorstandsmitglied des Jobcenters.

Konkret bedeutet das, dass nun vermehrt gelüftet werden soll, um die Belastung in der Luft zu senken. Eine akute Gefahr für Mitarbeiter und Kunden besteht nicht, betont Kletzander. Die Stadt hingegen schreibt in einer Mitteilung: „Eine gesundheitliche Beeinträchtigung“ liegt „im Bereich des Möglichen“.

Woher genau die Schadstoffe kommen, ist noch unklar. Die Vermutung liegt nahe, dass sie im Zuge der rund eine Millionen Euro teuren Sanierung entstanden sind beziehungsweise nicht beseitigt wurden. „Wir nehmen das sehr ernst“, sagt Andreas Kletzander.

Zweimal wöchentlich wird ab sofort geprüft, ob durch das Lüften die Konzentration der Stoffe sinkt. „Wenn die Werte nicht runtergehen, muss der Vermieter baulich aktiv werden.“ Das ist in diesem Fall der Eigentümer des historischen Gebäudekomplexes an der Schwarzbach 105. Denn das Jobcenter ist nur Untermieter, Mieter wiederum ist das Gebäudemanagement der Stadt. Das will nun gemeinsam mit Jobcenter und Eigentümer klären, wie langfristig mit der Schadstoff-Belastung umzugehen ist.

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